1179: Überfall auf das Kloster in Althof

Alle Mönche wurden umgebracht und das Kloster zerstört. Wie neuere Forschungen ergaben, ist der Überfall vom 10. November nicht als Wendenaufstand zu werten, sondern geschah im Zusammenhang mit Thronfolgestreitigkeiten der Erben Pribislaws.
1186 begann die Neuansiedlung des Klosters in Doberan,auf seinem heutigen Standort.

1177: Raducle (Reddelich) wurde erstmalig urkundlich erwähnt.

Berno, Bischof von Mecklenburg, schenkte dem Kloster Doberan am 1. Februar 1177, nach einer später verfassten Urkunde, die Zehnten von dem Gebiete, mit welchem der Wendenfürst Pribislaw das Kloster ausgestattet hatte. Dem Abt verlieh er das Recht der freien Verfügung über die Kirchen innerhalb des Klostergebietes.

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1160: Eroberung des Landes der Obotriten durch den Sachsenkönig Heinrich den Löwen.

Der Obotritenfürst Niklot fand 1160 vor der Burg Werle (in der Nähe von Schwaan) den Tod. 1167 erhielt Pribislaw, der Sohn Niklots, große Gebiete des späteren Mecklenburgs als Lehen. Im Jahre 1160 wurde Schwerin gegründet. Niklot gilt als Stammvater des mecklenburgischen Herrscherhauses. Das politische Zentrum des frühen Mecklenburgs war die Michelenburg.

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1147: Kreuzzug gegen die Slawen

Im Jahre 1147 fand der Kreuzzug der sächsischen, dänischen und polnischen Fürsten gegen die Slawen statt. Die Sachsen hatten die Teilnahme am Zweiten Kreuzzug nach Palästina abgelehnt und zogen stattdessen gegen die heidnischen Slawen. Das Ziel war in erster Linie, neue Herrschafts- und Siedlungsgebiete zu gewinnen. Dabei war die Christianisierung nur ein Mittel der Unterdrückung. So sahen es die Slawen und lehnten sich dagegen auf. Zugespitzt galt die Parole der Eroberer: Tod oder Taufe. Der Slawenkreuzzug scheiterte. Die Slawen ließen sich in ihrer Mehrzahl nur zum Schein taufen.

995 gilt als Gründungsdatum von Mecklenburg

In dem Jahr gab es die erste urkundliche Erwähnung der Michelenburg in einer Urkunde des jungen Kaisers Otto III (980-1002). Er versuchte, wenig erfolgreich, die durch die Eroberungszüge unter Karl dem Großen, Heinrich I. und Otto dem Großen gewonnenen und inzwischen verlorenen Positionen bei den Nordwestslawen zurückzugewinnen.

Slawenzeit

Vom 7. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts besiedelten Slawen, die von den Deutschen Wenden genannt wurden, unser Land. Bis zum Fulgenbach siedelten die Stämme der Obodriten. Weiter östlich lebten die Wilzen (Kessiner). Es kann davon ausgegangen werden, dass Raducle (das Dorf des Frohen, des Bereiten) zu dieser Zeit schon besteht. Es gehörte zum wendischen(obodritischen) Burgbezirk von Ilow(Bukow).

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