Zeitzeugen der FFW Reddelich: Werner Gastmeier

Werner Gastmeier (geb. 1928) erinnert sich an seine Zeit bei der FFW Reddelich:

Ich wurde mit 14 Jahren, also 1942, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Reddelich. Ich war dienstverpflichtet in der Hitlerjugend–Feuerwehr. Unser Feuerwehrhauptmann war Heinrich Dreyer. Zur theoretischen Ausbildung mussten wir immer nach Kröpelin. Etwa zu dieser Zeit bekam unsere Feuerwehr eine Motorspritze Typ Flader. Das war ein schweres Ding. Sechs Mann mussten zum Transportieren anfassen. Vorher gab es in Reddelich eine pferdegezogene Handspritze, etwa so eine, wie sie auf den letzten beiden Umzügen aus Anlass der Reddelicher Dorfjubiläen 2002 und 2007 gezeigt wurden. Auf jeder Seite mussten vier Mann pumpen. Die Bauern hatten abwechselnd Bereitschaft und mussten Pferde für die Handspritze und die beiden Wasserwagen bereithalten. Die Handspritze wurde zu Beginn der DDR-Zeiten verschrottet. Die beiden Wasserwagen standen noch ein paar Jahre länger am Spritzenhaus gegenüber der Bäckerei.

Klaus Kretschmann, 2010 [51]