2014: 1. Reddelicher Unternehmerstammtisch

Am 26. November lud die Gemeindevertretung die Gewerbetreibenden der Gemeinde zu einem informativen Treffen ein. Ziel war das gegenseitige, nähere Kennenlernen und der unförmliche Austausch von Ideen und Gedanken rund um die Gemeindearbeit. Die Gemeindevertreter stellten sich, die Ausschüsse und ihre Projekte vor. Der Bürgermeister berichtete allgemein von den nächsten Aufgaben der Gemeindevertretung, den Problemen und Perspektiven im Gemeindehaushalt sowie vom ehrenamtlichen Engagement in der Gemeinde.

Die Gelegenheit, von Problemen und Perspektiven zu berichten, ließ sich auch die Freiwillige Feuerwehr Reddelich nicht entgehen, Der stellvertretende Wehrführer, René Flatow, berichtete auch über die Aufgabenteilung zwischen Wehr und Feuerwehrverein. Details lassen sich auf der neugestalteten Internetsite der Feuerwehr nachlesen.

Andreas Elmer, stellvertretender Bürgermeister und langjähriger Vorsitzender des Kulturvereins für Reddelich und Brodhagen e. V. berichtete über einen Verein, der beispielgebend in der Region ist. Der Kulturverein hat nicht nur viele laufende Projekte in Trägerschaft und kann auf eine ansehnliche Veranstaltungschronik zurückblicken, er hat bereits viele Pläne für die Zukunft. All die wird auf seiner Internetsite ausfühlich und aktuell dargestellt.

Eine traditionsreiche und mitgliederstarke Ortsgruppe hat die Volkssolidarität in der Gemeinde. Ihr Engagement wissen viele Senioren zu schätzen. Viel Zuspruch fand der Beitrag von Bernd Lahl, Redakteur der ersten Stunde. Seine Zeitreise durch zwanzig Ausgaben der beliebten Dorfzeitung umspannte einen Bogen, von der Idee über zwischenzeitliche Nachwuchssorgen in der Redaktion bis zur Motivation weiter durchzuhalten.


Erstmalig baten Bürgermeister und Gemeindevertreter Gewerbetreibende und gesellschaftliche Funktionsträger am Mittwoch, den 26. November 2014 in das Partyhaus Hackendahl zu einem Treffen. Rund 40 Personen folgten dieser Einladung. Wie gerne diese Einladung angenommen wurde, zeigte sich schon vor der Eröffnung. Die Begrüßung der Erschienenen untereinander war so intensiv, dass der Bürgermeister Ulf Lübs erst nach über 15 Minuten „Verspätung“ mit der Eröffnung zu Wort kam.

Der Bürgermeister informierte über Schwerpunkte der Tätigkeit unserer Gemeinderegierung. Im Vordergrund stand eine fehlende Bauleitplanung, die von Vorgängern nicht als notwendig angesehen wurde. Immer wieder kommen Interessenten in unsere Gemeinde, die hier leben und bauen möchten. Außer im Gewerbegebiet stehen leider keine Bauplätze zur Verfügung. Nun möchten aber vorwiegend junge Familien nach Reddelich, die man zurzeit leider vertrösten muss. Wir können stolz sein, dass unsere Gemeinde im Gegensatz zu manchem Dorf, dass bald keine Einwohner mehr hat, als Lebensmittelpunkt sehr begehrt ist.

Schwerpunkte sind auch Pflege des Gemeindeeigentums, die Einnahmen für Werbeaufsteller von Handelsunternehmen und mögliche andere Einnahmequellen der Gemeinde. Was nützt ein Haushalt von rund 900.000 Euro, wenn schon über zwei Drittel als Umlagen an den Landkreis und andere „hochnotwendigen“ Einrichtungen abgezogen werden. Unsere Kinder sind uns „lieb und teuer“. Die Gemeinde darf rund 175.000 Euro für Kinderbetreuung, Schulgeld und Schülertransport abdrücken. Hoffentlich hat niemand mitgezählt, denn es bleibt am Ende nur Kleingeld übrig. Unsere neue Gemeinderegierung folgt lobenswerterweise nicht dem alten Schema: Wir haben kein Geld, also warten wir ab und fügen uns dem Schicksal. Das grundsätzliche Ziel ist jetzt, nicht über Probleme herumzujaulen, sondern Lösungen zu finden, um unsere Gemeinde weiter attraktiv auszustatten.

Ein Weg dazu ist das stark ausgeprägte Ehrenamt, ein anderer die Öffentlichkeitsarbeit, um immer wieder jeden Einwohner der Gemeinde in das Leben einzubeziehen. So wird die Internetseite unserer Gemeinde erstaunlich oft genutzt. Wer sich nicht mit dem Internet beschäftigen kann oder will, sollte sich an die junge Generation, die Gemeindevertreter oder auch an die bekannten Gesichter der Dorfzeitung Raducle wenden. Mit Sicherheit wird dann keine Information verpasst. Auf Wunsch erhalten Sie mit Sicherheit dann auch eine Druckversion.
So weit eine Zusammenfassung einiger Schwerpunkte aus den Darlegungen des Bürgermeisters. Anschließend stellten sich die beiden Stellvertreter Andreas Elmer und Antje Hackendahl sowie die anderen Gemeindevertreter vor.
Weiter ging es mit Berichten über das Ehrenamt. Der Vorsitzende des Kulturvereins, Andreas Elmer, konnte mit Stolz auf die sieben Jahre des Bestehens zurückblicken. Hier beschränken wir uns nur auf eine kleine Aufzählung: monatliche Kulturveranstaltung, Baumpflanzaktion, Wanderrasthütten, Dorffest, Veranstaltungen für Kinder, Frauensportgruppe, Dorfzeitung, …
Für die Feuerwehr und den Feuerwehrverein sprach Rene Flatow, stellvertretender Wehrleiter. Ein Schwerpunkt der Feuerwehrarbeit ist die Absicherung des Brandschutzes während der täglichen Arbeitszeit. Ein Appell ging an die Betriebsleiter, in Reddelich arbeitenden Feuerwehrleuten im Notfall die örtliche Wehr zu unterstützen, da einheimische Mitglieder außerhalb arbeiten und die Einsatzbereitschaft sonst gefährdet sein kann. Mit Stolz berichtete er, dass bereits über 3.500 Euro an Spenden für einen Mannschaftstransporter eingegangen sind. Damit ist eine Anschaffung noch nicht möglich. Eine Notwendigkeit für den Kauf ist einfach erklärt. Das Einsatzfahrzeug hat nur beschränkte Möglichkeit für Personentransport und die Jugendfeuerwehr, die einzige zurzeit funktionierende Jugendarbeit im Ort, kann ihr Programm so erfüllen und damit attraktiver werden.
Unsere Dorfzeitung Raducle wurde kurz vorgestellt und der Bürgermeister informierte über die Volkssolidarität, den mitgliederstärksten Verein in Reddelich.

Im Anschluss an die Darlegungen wurde das Buffet genutzt und man sah bei und nach diesem „Arbeitsessen“ den Teilnehmern an, dass dieser Tag zu einem besonderen wurde. Sicher verlangt er nach einer Wiederholung, denn persönliche Gespräche und kurze Informationswege sind unersetzlich. Nachdem auf dieser Veranstaltung Gemeindevertretung und Vereine zu Wort gekommen sind, sprechen beim nächsten Mal vielleicht vorrangig die Unternehmer?

Bernd Lahl, im November 2014

Während, und nach einem kleinen Imbiss wurden viele individuelle Gespräche geführt. Das Team vom Partyhaus Hackendahl bot einen optimalen Rahmen dafür. Der Begriff Unternehmerstammtisch fiel in solchen Gesprächen. Die laufende Nummerierung haben wir in der Überschrift einfach schon mal vorgenommen. Vieles deutet darauf hin, dass es nicht die letzte Veranstaltung dieser Art war. Das Interesse für die Gemeindearbeit war bei den anwesenden Unternehmern, die ja zum wirtschaftlichen Rückgrat der Gemeinde gehören, deutlich zu spüren. Ihre Scheckbücher durften sie an diesem Abend übrigens stecken lassen. Es ging dort nicht vordergründig um Spendenakquise, sondern um Informationen und Gedankenaustausch. Das soll auch so bleiben.