Kultur- und Jugendarbeit in der DDR-Zeit

Politische Ansichten über die ehemalige DDR gibt es viele, Mit zunehmenden zeitlichen Abstand spreizen sich die Auffassungen immer mehr. Die einen verklären diese Zeit gerne, andere verteufeln diese ebenso enthusiastisch. Für die meisten Zeitzeugen liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Unstrittig ist, dass die Jugend der politischen und administrativen Führung, wie auch der Gesellschaft im Ganzen nie egal war und Jugend- und Kulturarbeit eigentlich nicht zu trennen war..

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Das Kirchspiel Steffenshagen

von Ulf Lübs (Text und Recherche)

Reddelich und Brodhagen gehören zum Kirchspiel (Pfarrbezirk) Steffenshagen. Seit wann das so ist, konnte nicht ermittelt werden. Zu vermuten ist, dass unsere Vorfahren seit der Weihe der Steffenshäger Kirche, Mitte des 13. Jahrhunderts, dort ihre Religion ausübten. Die frühgotische Kirche in Steffenshagen, an der noch romanischer Einfluss zu erkennen ist, zählt zu den schönsten und größten Dorfkirchen in Mecklenburg.

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Gemeindevertretung, Gemeinderat und Bürgermeister nach Beitritt der DDR zu BRD

Eine der bedeutendsten Errungenschaften der Wende waren freie Wahlen auf allen politischen Ebenen. Auch für die Reddelicher Gemeindevertretung buhlten fortan Parteien, Wählergruppen und Einzelkandidaten um die Wählergunst. Bürgermeister wurden zunächst indirekt gewählt. Das heißt: Die Gemeindevertretung wählte aus ihrer Mitte heraus den Bürgermeister. 1999 wurde die Kommunalverfassung geändert und die Bürgermeister direkt gewählt.

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Die Geschichte der Reddelicher Schule

Von Reinhold Griese (Recherche), Sven Morwinsky (Archivmaterial), Ulf Lübs (Text, Layout).

Inhalt
Die Reddelicher Schule in der Ortslage
  • Einleitung
  • Chronik relevanter Ereignisse
  • Mecklenburger Dorfschulen im allgemeinen
  • Die Reddelicher Schule
  • Meine Schulzeit in Reddelich, von Bernd Lahl
  • Von der Dorfschule aus früheren Zeiten, von Reinhold Griese
  • Erinnerungen, von Rolf Klewin
  • Bildanhang mit Klassenfotos und Schulbildern
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Infrastrukturmaßnahmen in der Gemeinde

Der wirtschaftliche und technische Fortschritt im 19. Jahrhundert wäre unmöglich ohne die rasante Entwicklung der Infrastruktur. Auch die Menschen auf dem Lande – sogar in Mecklenburg – gaben sich nicht mehr mit den natürlichen Gegebenheiten zufrieden. Der Trend ging eindeutig von Anpassung zur Gestaltung, auch in Reddelich. Mit Brodhagen haben wir aber auch ein gegensätzliches Beispiel.

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Bodendenkmalpfleger Volker Häusler

Volker Häusler war von 1983, dem Jahr der Gründung der
Kreisarbeitsgruppe Ur- und Frühgeschichte, bis zu seiner Pensionierung 2010 deren Leiter. Der gelernte Diplomlandwirt wohnt seit 1974 in Kühlunsborn und interessiert sich seit seinem ersten Fossilfund, 1958 in
Kühlungsborn, für Archäologie. Bis heute hat er ca. 1.900 Stücke in der
Region gefunden und archiviert. Seit 1981 ist er Bodendenkmalpfleger im Kreis Bad Doberan. 1995 erschien sein Buch Zwischen Recknitz und Salzhaff – ein archäologischer Überblick des Landkreises Bad Doberan.

Von 1991 bis 2010 war er hauptamtlicher Kreisbodendenkmalpfleger bei der unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Bad Doberan. Zu den Aufgaben in der Bodendenkmalpflege gehören:

  • die Aufarbeitung von Liegengebliebenem,
  • die Überprüfung von Bürgerhinweisen,
  • die Registrierung von Funden in Privathand,
  • die Führung einer Chronik der Kreisarbeitsgruppe mit Biografien von Bodendenkmalpflegern und Forschungsgeschichte,
  • Flurbegehungen und Exkursionen,
  • Kontrollen und Pflege von Bodendenkmalen,
  • die Weitergabe der Erfahrungen durch Anleitung von ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern,
  • Vorträge mit Werbung für Belange der Archäologie,
  • die Unterstützung von Notbergungen sowie
  • der ständige Kontakt zur Unteren Denkmalschutzbehörde und zum Landesamt für Kultur und Denkmalpflege M-V
Artikel aktualisiert am 12.03.2020

Zur Geschichte der Bauern im Gebiet des Klosters Doberan

von Reinhold Griese

Die ersten Mönche kamen 1171 nach Althof. Im Jahr 1186 wurde nach dem Untergang des Klosters in Althof das Kloster Doberan gegründet. Zu dem Klostergebiet gehörten die wendischen Dörfer Althof, Parkantin (Parkentin), Doberan, Petucha (Hohenfelde), Stulue (Stülow), Raducle (Reddelich), Crupelin (Kröpelin), Wilsna (Wilsen) und vier Dörfer in Cubanze, die nicht eindeutig bestimmt werden können. Mit den Mönchen kamen Siedler, tüchtige deutsche Bauern aus Westfalen, Friesland, Niedersachsen und auch aus Schleswig Holstein. Diese vermischten sich mit der wendischen Urbevölkerung oder gründeten eigene Dörfer, indem sie den Wald rodeten. So entstanden die Hagendörfer zwischen Doberan und der Warnow.

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Moehlenbäk, Molkereibach, Bollhagener oder doch Bollhäger Fließ?

Von Ulf Lübs

Im Hundehäger Wald gibt es mehrere Quellen, denen ganzjährig Wasser entspringt. Bis zum 19. Jahrhundert lief dieses Wasser in die nördlich des Waldes gelegenen Wiesen und Moore. Gemeinsam mit Regen- und Schneeschmelzwasser entstand eine Sumpf- und Niederungslandschaft, die heute jeden "Hardcore-Naturschützer" in Verzückung versetzen würde. Den zeitgenössischen Bauern war dies jedoch eine gewaltige Ressourcenvergeudung.

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Die Geschichte der Reddelicher Feuerwehr

Von Klaus Kretschmann, Axel Kähler (Recherche), Ulf Lübs (Text, Layout).

Die Freiwillige Feuerwehr Reddelich ist die älteste, noch aktive Institution der Gemeinde. Als Gründungsjahr gilt 1881, das Jahr, in dem der Spritzenverband Reddelich gegründet wurde. In den Jahren seit Gründung haben sich dort viele Reddelicher und Brodhäger ehrenamtlich engagiert.

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Über die Topografie Reddelichs und Brodhagen

Von Ulf Lübs (Recherche und Layout) und Ulrich Bernau (fachliche Beratung)

Unsere Gemeinde, bestehend aus den Dörfern Reddelich und Brodhagen, liegt zwischen den Städten Bad Doberan und Kröpelin, eingebettet in die mecklenburgische Moränenlandschaft am Südostrand der Kühlung. Die 9,3 Quadratkilometer Gemeindefläche werden im Nordosten von den Feuchtwiesen der Conventer Niederung, im Osten von den Waldflächen des Doberaner Kellerswaldes und den Feldrainen der Stülower- sowie Glashäger Gemarkung flankiert. Von Südosten bis Nordwesten bilden die Ränder des Retschower Forstes und des Hundehäger Waldes die Grenzen der Gemeindeflur, während zwischen Nordwesten und Norden mal der Bachlauf der Moehlenbäk und sonst Feldränder die natürlichen Grenzen zu Steffenshagen sind. Auch im Süden, zwischen Kellerswald und Retschower Forst bildet die Winnebäk, ein kleiner Bach, eine natürliche Grenze zu unseren Nachbarn. Der höchste Punkt im Gemeindegebiet liegt mit 92 Metern am Snakenbarg an der Grenze zum Retschower Forst. Am tiefsten Punkt verlässt das Bollhäger Fließ auf einer Höhe von cirka 11 Metern das Gemeindeterritorium. Diese etwa 80 Meter Höhenunterschied sind ein Garant für ein landschaftlich reizvolles Oberflächenrelief

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2013: Restaurierung der Reddelicher Gedenksteine

Der Kulturverein für Reddelich und Brodhagen e. V. ließ im Oktober die beiden Gedenksteine in Reddelich restaurieren, und gestaltete das Umfeld neu. In einer kleinen Feierstunde anlässlich des 100sten Jahrestages der Aufstellung des Älteren gab es einen Geschichtsvortrag.

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Valentin Tschepego über die Verbindung von Stenbock-Fermor zu Reddelich

Herr Valentin Tschepego ist im Internet auf den Artikel "Das Haus des Hauptmanns von Messer" von Reinhold Griese gestoßen, den wir in der Raducle Ausgabe 9 veröffentlicht hatten. Ergänzend zu dem Artikel hat er uns einen neugierig machenden Artikel zugeschickt, den wir an dieser Stelle gerne veröffentlichen.

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Die Geschichte der Einwohner Reddelichs in ihrem Arbeits- und Wohnumfeld

Nachfolgend bieten wir die Geschichte von Reddelicher Bauernhöfen, der Molkerei, dem Bahnhof, der Schule und der Häuslereien. Deren Geschichte war immer auch die Geschichte der Bewohner. Anders als heute arbeiteten die Menschen auf dem Lande früher meist in ihrem Wohnumfeld. Lohnarbeit außerhalb des Heimatdorfes als Normalfall, ist ein, historisch gesehen, sehr junges soziales Experiment der Gesellschaft mit völlig ungewissem Ausgang.
Durch die Darstellung der Geschichte der Dorfbewohner versuchen wir ein Bild über deren Lebensweise zu zeichnen. Inwieweit Vorurteile und Klischees über das Leben in mecklenburgischen Dörfern ihre Berechtigung haben, muss jeder für sich entscheiden.

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Die Geschichte der Einwohner Brodhagens in ihrem Arbeits- und Wohnumfeld

Die Zuordnung der Hufen und Büdnereien in die heutige Örtlichkeit gestaltet sich schwierig. Die Gebäude der ehemaligen Hufen sind alle abgerissen. Landwirtschaftsbetriebe gibt es in Brodhagen derzeit keine, der Acker wird von auswärtigen Betrieben als Pachtland bewirtschaftet.
Geschuldet ist diese Entwicklung sicher auch den kargen Sandböden der Brodhäger Flur. Diese haben die Bauern des Ortes nie außergewöhnlich Wohlhabend werden lassen. Die Klagen der Brodhäger Bauern über schlechte Erträge ziehen sich durch die Akten aller Epochen.
Daher ist die gegenwärtige Nutzung des Ortes als fast reines Wohngebiet in reizvoller Landschaft unweit der Hansestadt Rostock und den Urlauberzentren an der Ostsee vielleicht sogar die ptimalste Lösung.
Trotzdem wollen wir versuchen, die durchaus interessante Geschichte Brodhagens, die bis zum Untergang der DDR eng mit der Landwirtschaft verknüpft war, darzustellen.

Brodhagen ist ein typisches "hagen"-Dorf im Gebiet des ehemaligen Zisterzienserklosters Doberan. Dem Aufruf der Kirche zur Kolonialisierung des wendischen Ostens im 13. Jahrhundert folgten auch die Gründungsväter Brodhagens. Wir wissen zwar nicht, wann der "Erste Spatenstich" für Brodhagen vollzogen wurde, aber die erste, bekannte, urkundliche Erwähnung ist von 1311. In dieser wurde dem Doberaner Kloster, durch den weltlichen Herrscher, Fürst Johann vo Werle, die Grundrechte an Brodhagen bestätigt und das Dorf unter seinem Schutz gestellt. Dies bedeutet aber auch, dass es am Tag der Unterzeichnung der Urkunde bereits ein etabliertes Dorf gab. In Ermangelung besserer Daten gilt heute 1311 als Gründungsjahr.

Für Brodhagen dürfen wir annehmen, dass den angekommenen Siedlern ein oder mehrere Mönche oder Konversen zur Seite gestellt wurden. Die Siedler waren in der Regel nachgeborene Bauernsöhne, mit ihren Familien, aus dem Umland von Amelungsborn, südlich von Hannover, dem Mutterkloster der Doberaner Zisterzienser. Durch die Klosterverwaltung bekamen sie das brachliegende, aber landwirtschaftlich nutzbare Land zugewiesen, das wir heute als Dorfgebiet Brodhagen kennen.

Anschließend begann ein "standardisierter" Ablauf beim Aufbau von Brodhagen. Gemeinsam mit Mönchen und Konversen wurde Acker urbar gemacht und bestellt. Die Klosterbrüder bauten den Gutshof auf, die Siedler die drei Hufen Brodhagens. Die Klosterbrüder konnte dabei, als Vertreter der Grundherrschaft die Hilfe der Siedler in Anspruch nehmen und somit einen deutlich größeren Hof bewirtschaften. In der Aufbauphase wurden die Siedler durch das Kloster mit allem notwendigen versorgt, was zusätzliche Abhängigkeiten erzeugte. Wer in diesem System Ähnlichkeiten zu dem entdeckt, was heute "Franchising" genannt wird, liegt vielleicht gar nicht verkehrt.

Grundsätzlich waren auch die Bauern der alten slawischen Siedlungen, wie Reddelich, den Grangien, wie die Hausgüter der Klöster genannt wurden, dienstverpflichtet. Hof Brodhagen war ein kleines Gut, das noch dazu nahe beim Kloster lag. Hof und Dorf Brodhagen hatte, nach Interpretation alter Karten, keine Direktverbindung zu seinen Nachbardörfern. Daher können wir wohl von einem Diensteverhältnis innerhalb von Brodhagen ausgehen.

Abgesehen von einem Raubüberfall 1312 von Rostocker Truppen ist in Brodhagen bis zur Reformation nichts passiert, was es Wert gewesen wäre, für die Nachwelt also für uns – aufgeschrieben zu werden. Mit seinen kargen Sandböden haben die Brodhäger nie Reichtümer erwirtschaftet, die Begehrlichkeiten wecken könnten. Im Grund war das eine Situation, von der gegenwärtig Legionen von Menschen träumen: Einfach nur in Ruhe und Frieden leben, nachhaltig und naturnah wirtschaften sowie weit genug weg von den Turbulenzen der Weltläuften zu sein. Die sozialen Unterschiede in der Dorfgemeinschaft waren gering genug, um keine übermäßigen Spannungen zu erzeugen.

Mit der Reformation 1552 wurden auch in Brodhagen Veränderungen spürbar. Der Wechsel der Grundherrschaft von den Zisterziensermönchen zum Schweriner Herzoghaus brachte sicherlich keine schlagartigen Veränderungen im Leben der Brodhäger. Aus dieser Zeit sind keine Aufzeichnungen bekannt. Hätte die herzogliche Verwaltung Hof Brodhagen schon damals extern verpachtet, gäbe es mit großer Wahrscheinlichkeit Aufzeichnungen dazu. So aber können wir getrost von einer Bewirtschaftung als "Außenstelle" des Doberaner Kammerhofes ausgehen. Die drei Hüfner werden nach wie vor ihre Naturalabgaben und Frondienste auf dem Gut geleistet haben.

Bewegung in den dörflichen Alltag von Brodhagen dürfte 1611, mit der Entdeckung abbauwürdiger Kalkvorkommen gekommen sein.

Artikel aktualisiert am 12.03.2020

Die Geschichte der Brodhäger Domäne

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Text, Layout).

Die Brodhäger Domäne gehörte zu den kleinsten und unrentabelsten Gütern in Mecklenburg. Geschuldet war dies hauptsächlich den kargen, sandigen Böden Rund um Brodhagen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Domäne zeitweilig gemeinsam mit den Domänen Steffenshagen und Vorderbollhagen verpachtet wurde sowie die Brodhäger Kalkbrennerei dem Gut zugeschlagen wurde.

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Die Geschichte der Brodhäger Kalkbrennerei

Heute ist die ehemalige Kalkbrennerei ein versteckt wie idyllisch gelegenes Hofgrundstück außerhalb der Ortslage Brodhagen. Die Brodhäger Kalkbrennerei kann schon eine bemerkenswerte Geschichte aufweisen. Einerseits eine unterschätzte Industrieanlage, anderseits nicht leistungsfähig genug, seine Betreiber ausschließlich von der Kalkbrennerei zu ernähren. Die jeweiligen Kalkbrenner waren Pächter und erhielten Land zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung.

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Die Geschichte der Brodhäger Hufen

Von Reinhold Griese (Recherche, Text), Sven Morwinsky (Archivmaterial), Ulf Lübs (Layout).

In Brodhagen gab es über mehrere Jahrhunderte drei Hufen. Heute ist von ihnen nichts mehr zu sehen. Die Felder und Wiesen sind an auswärtige Landwirte verpachtet und die baulichen Anlagen auf den Höfen abgerissen. Die Höfe wurden parzelliert und mit Eigenheimen bebaut oder an einen Kleingartenverein verpachtet. Zur allgemeinen Hufengeschichte und Begriffserklärungen verweisen wir auf die Seite: Die Geschichte der Reddelicher Hufen. Die frühe Entwicklung der Hufen ist dort ähnlich wie in Brodhagen verlaufen.

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Geschichte der Häuslereien von Brodhagen

Auch in Brodhagen wurden nach den Gemeindegründungen Häuslereien gegründet um der wachsenden Einwohnerzahl Rechnung zu tragen. Viel ist uns über diese nicht bekannt. Lediglich die Volkszählungslisten von 1867 und 1900 geben uns Auskunft über die Anzahl und deren damaligen Bewohner. Die genaue Lage im Dorf konnte nicht ermittelt werden. Die Häuslereien № 5 bis 7 wurden zwischen 1867 und 1900 errichtet.

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Die Geschichte der Brodhäger Schule

Das Anwesen auf der rechten Seite, wenn man aus Steffenshagen kommend in Brodhagen einfährt, war bis etwa 1960 die Schule von Brodhagen. Bis zur Privatisierung 1990 waren in dem Haus verschiedene Institutionen der Gemeinde untergebracht, so ein Kindergarten, der Dorfkonsum und ein "Festsaal". Im Obergeschoss wurden Wohnungen vermietet.

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Die Geschichte des Reddelicher Bahnhofs

Von Ulf Lübs (Recherche und Text) und Heinz Schultz (Zeitzeugnisse)

Der ehemalige Reddelicher Bahnhof ist heute ein kleiner Haltepunkt auf der eher unbedeutenden Regionalbahnstrecke Rostock – Wismar. Das war nicht immer so! Am 19. Juli 1883 wurde durch die Städte Rostock und Wismar sowie dem Bahnbetriebsunternehmen Lenz & Co. die Wismar-Rostocker Eisenbahn-Gesellschaft gegründet. Zweck der Firmengründung war der Betrieb einer Bahnstrecke zwischen Rostock und Wismar.

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Die Geschichte der Reddelicher Molkerei

Von Reinhold Griese (Recherche), Sven Morwinsky (Archivmaterial), Ulf Lübs (Text, Layout).

Die Gründung der Molkerei Reddelich ging 1887 von den Domänenpächtern Ahrens vom Hof Steffenshagen, Dierks vom Hof Brodhagen und Dr. Wirts vom Hof Brusow aus, die damit einen großen, wirtschaftlichen Schritt zur Vermarktung ihrer Milch machten. Sie bauten in Reddelich eine moderne Molkerei.

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Die Geschichte der Reddelicher Hufen

Die Hufen, im Sinne von Bauernhöfen, sind die wirtschaftliche Basis Reddelichs. Über mehrere Jahrhunderte waren die sie auch die soziale Struktur Reddelichs. Mehrere, sozial gleichrangige, Hüfner waren sozusagen die Elite des Dorfes und konnten einen entsprechenden Stolz entwickeln.

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Die Reddelicher Hufe I

von Reinhold Griese (Recherche), Familie Freudenberg (Unterlagen, Bilder), Ulf Lübs (Text, Layout)

Der Hof der ehemaligen Hufe I in der heutigen Steffenshäger Straße wird derzeit ausschließlich zum Wohnen genutzt. Das Hallenhaus aus dem 18. Jahrhundert wurde durch die heutigen Eigentümer, der Familie Freudenberg, liebevoll restauriert und wird von ihnen selbst bewohnt.

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Die Reddelicher Hufe II

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Text, Layout).

Die ehemalige Hufe II, in der Steffenshäger Straße, ist heute kaum noch als Bauernhof zu erkennen. Das Bauernhaus steht zwar noch als Mehrfamilienwohnhaus, ist aber eng flankiert von modernen Eigenheimen, die auf dem parzellierten Hof errichtet wurden. Der Acker wird von auswärtigen Landwirten bewirtschaftet.

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Die Reddelicher Hufe III

Von Reinhold Griese (Recherche), Familie Schütt (Daten und Dokumente), Ulf Lübs (Text, Layout)

Die ehemalige Hufe III ist vielen Reddelichern als Hof Barten bekannt. Überregionale Bekanntheit erlangte der Hof als Kohlzuchtbetrieb seit den 1920er Jahren. Von dem damaligen Dreiseitenhof steht heute nur noch das Wohnhaus, das in den 1990er Jahren saniert wurde. Der Standort der Scheunen und Ställe ist jetzt mit Eigenheimen bebaut.

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Das Wirken der Familie Barten auf der Hufe III

von Ulf Lübs

Kaum ein Landwirtschaftsbetrieb Reddelichs dürfte jemals in der Region und darüber hinaus einen solch hohen Bekanntheitsgrad erlangt haben wie der Bauernhof Barten. Maßgeblich dafür war die Umstellung der Produktion auf den Anbau, sowie für die Zucht und Vermarktung von Kohl zu Beginn der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Dass die Familie Barten flexibel auf die wirtschaftlichen Verhältnisse reagierte und innovationsfreudig war, zeigte auch die Anlage eine Obstplantage im Jahr 1919.

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Die Reddelicher Hufe IV

Von Reinhold Griese (Recherche), Rita Philipp (Daten), Ulf Lübs (Text, Layout)..

Von dem ehemaligen Reddelicher Schulzenhof in der heutigen Alten Dorfstraße steht gegenwärtig nur noch das Wohnhaus. Dies wurde durch die jetzigen Eigentümer, der Familie Warnke, saniert und modernisiert und dient reinen Wohnzwecken. Die landwirtschaftlichen Nebengebäude wurden Mitte der 1990er Jahre abgerissen und das ehemalige Hofgelände zur Bebauung mit Wohnungen überplant.

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Die Reddelicher Hufe V

Von Reinhold Griese (Recherche), Familie Kruth (Archivmaterial), Ulf Lübs (Text, Layout).

Die ehemalige Hufe V, vielen unter Hof Kruth bekannt, ist heute wieder Eigentum der Familie Kruth und wird von Familienmitgliedern bewohnt. Landwirtschaft wird dort im Nebenerwerb auf dem Hofgelände betreiben. Der Acker ist verpachtet. Die Hufe ist, Dank der Kooperation der Familie Kruth, gut erforscht und wird an dieser Stelle ausführlich beschrieben. Sie ist auch die einzige Reddelicher Hufe, deren Eigentümer sich dem politischen Druck der jungen DDR nicht durch Flucht nach Westdeutschland entzogen hatten.

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Aus der Geschichte der Reddelicher Hufe V

von Ulf Lübs

Mit diesem Artikel möchte ich am Beispiel der Reddelicher Hufe V eine Geschichte über das bäuerliche Leben in Reddelich erzählen. Nicht alles in ihr ist mit nachprüfbaren Geschichtsdaten belegt. Manchmal vermittle ich lediglich mein persönliches Geschichtsbild, das in den letzten Jahren in mir gereift ist. Danken möchte ich an dieser Stelle der Familie Kruth, die mir Einsicht in ihr Archiv gewährte und viele Unterlagen zur Veröffentlichung in der Gemeindechronik freigaben. Gleichfalls danken möchte ich Reinhold Griese für seine zeitaufwendigen Aktenrecherchen und der öffentlichen Freigabe der Daten

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Die Reddelicher Hufe VII

Von Reinhold Griese (Recherche), Familie Philipp (Archivmaterial), Ulf Lübs (Text,Layout).

Die ehemalige Hufe VII in der heutigen Ortslage

Der Hof der ehemaligen Hufe VII in Reddelich, am Weg nach Glashagen auf der linken Seite gelegen, gehört heute der Familie Philipp und wird von ihr bewohnt. Das Wohnhaus wurde zu einem Schmuckstück saniert. Landwirtschaft wird von den Eigentümern nicht betrieben, die zur Hufe gehörigen Ländereien sind verpachtet.
Das Gehöft der Hufe VII lag bis 1882 im Dorfzentrum. 1881 wurde der Sitz des Landwirtschaftsbetriebes an seinem heutigen Standort neu gebaut.

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Die Reddelicher Hufe VIII

Von Reinhold Griese (Recherche), Sven Morwinsky (Archivmaterial), Ulf Lübs (Text, Layout).

Hufe VIII in heutiger Ortslage

Von der Hufe VIII existiert gegenwärtig nur noch der ehemalige Stall und Altenteilerkaten. Der Stall ist jetzt als Bauernscheune bekannt und wird von der Eigentümerfamilie als Firmensitz, Wohnobjekt und Begegnungsstätte genutzt. Der Altenteilerkaten wurde 1931 vom Hof abgetrennt und als Häuslerei 38 verkauft. Auf dem Buerbarg, der erhöhte Bereich des ehemaligen Hofes, entstand 1996 ein kleines Wohngebiet mit Eigenheimen, Doppel- und Reihenhäusern. Der Bereich zwischen Bauernscheune und Alte Dorfstraße ist heute Gemeindezentrum mit dem Gemeindehaus, Sport- und Festplatz. Auch die Fläche des Partyhauses Hackendahl und der Parkplatz gehörten zur Hufe VIII.

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Die Reddelicher Hufe IX

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Text, Layout).

Hufe IX in der heutigen Örtlichkeit

Die Hufe IX wurde bereits 1906 aufgelöst und in Büdnereien und Häuslereien aufgeteilt. Das Gehöft wurde als Büdnerei Nr. 24 weiter geführt. Das damalige Wohnhaus ist noch erhalten. Es wurde in den 1990er Jahren durch die Eigentümer saniert und wird von ihr bewohnt.

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2011: Kreisgebietsreform II

Der Landkreis Bad Doberan und der Landkreis Güstrow wurden zum neuen Landkreis Rostock vereinigt. Unter den Folgen dieses Konstrukts hatten auch die Reddelicher und Brodhäger noch lange zu leiden. Es mehrten sich die Stimmen, die Landkreise für eine völlig überflüssige Verwaltungsebene hielten und für ihre Abschaffung plädierten. Der Volksmund meinte dazu lakonisch: »Wer jemals glaubte, in der DDR unter ausufernder Bürokratie gelitten zu haben, muss nun, angesichts heutiger Bürokratie konstatieren, dass es damals nur Spaß war.«

Zeitzeugen der FFW Reddelich: Heinz Schultz

Unsere Wehr hat traditionell einen großen Anteil am kulturellen Geschehen in unserer Gemeinde. Wir organisieren das Osterfeuer im Frühjahr und den Kindertag Anfang Juni. Bei dem jährlichen Dorffest im Juli übernehmen wir den kompletten Auf- und Abbau des Festplatzes. So errichten wir unter anderem die Festzelte und die Bühne. Außerdem gewährleisten wir den Wasser- und Stromanschluss und organisieren eine Schießbude mit gesponserten Preisen. Im Herbst veranstalten wir jedes Jahr ein Laternenfest.

Klaus Ketschmann, 2008 [51]

Zeitzeugen der FFW Reddelich: Holger Elmer

Erinnerungen des ehemaligen Wehrleiters, Holger Elmer (1947-2015):

Ich wurde im Jahre 1963 unter dem damaligen Wehrführer Hans Schuhmacher als 16-Jähriger Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Reddelich. Im Einsatzfall spannten wir einen Traktor der LPG vor den TSA, je nach dem was wir so hatten, beispielsweise einen ,Pionier’ oder einen ,Famulus’. Die Kameraden saßen in der Regel auf dem kleinen TSA oder folgten diesem auf dem Fahrrad.

Im September 1963 rückte die Freiwillige Feuerwehr zu einem Feldscheunenbrand nach Vorder Bollhagen aus. Zu diesem Einsatz wurde die TSA hinter einen vom Traktor gezogenen Hänger gekoppelt, auf dem die Kameraden Platz nahmen. Auf dem Rückweg vom Einsatz brach in Steffenshagen die Zugstange des TSA, so dass sich dieser überschlug. Damit war das Ende des TSA, auf dem zu diesem Zeitpunkt zum Glück keiner der Kameraden saß, besiegelt. Die vom Sturz verschonten Ausrüstungsgegenstände wurden nun im Gerätehaus abgestellt und mussten bei jedem Einsatz erst auf einen mitgebrachten Hänger verladen werden, wodurch wertvolle Zeit verloren ging.

Die Bemühungen des damaligen Bürgermeisters Fritz Gratopp – Vater des Kameraden Peter Gratopp – und des stellvertretenden Wehrführers für Technik, Bruno Frantz, um einen neuen TSA bzw. um ein von der Nationalen Volksarmee ausgemustertes Fahrzeug vom Typ K 30 Garant blieben erfolglos, da im Kreis Bad Doberan nur wenig Neuzuführungen von TSA oder Löschfahrzeugen erfolgten und das Gerätehaus an der Bäckerei Marienfeldt zu klein für einen LKW war. 1964, nach einem Jahr, erfolgte aber die Zuführung eines 3 t-LKW-Anhängers, auf welchem zwei Bänke, Halterungen für die Tragkraftspritze sowie für die Schlauchhaspeln montiert waren. So konnte nun ein weitestgehend sicherer Transport der Einsatzkräfte und der Ausrüstung gewährleistet werden. Dieser Hänger war zunächst noch im Gerätehaus an der Dorfstraße untergebracht.

Klaus Ketschmann, 2008 [51]
Holger Elmer über den Umbau des Feuerwehrstützpunktes 1992 :

Anfang der 1990er Jahre entsprach das vorhandene Gerätehaus schon seit geraumer Zeit nicht mehr den Anforderungen. Es war zu klein, hatte keine Heizung und keine Sanitäranlage. Somit wurde ein Umbau bzw. eine Modernisierung erforderlich. Durch den Auszug der LPG Kühlung aus der am Gerätehaus angebauten Fahrzeughalle waren nun Möglichkeiten vorhanden. Bürgermeister Joachim Morawitz leitete Wege und Schritte ein, damit modernisiert und vergrößert werden konnte. Im Jahre 1992 wurde der zu klein gewordene Schulungsraum zum Sozialtrakt umgebaut. Die vorhandene Fahrzeughalle der FFW wurde zum Schulungs- und Ausbildungsraum. Aus der angebauten Halle der LPG entstand nun Fahrzeughalle der FFw. Auch eine Heizung wurde eingebaut. Durch diese Modernisierung konnten unsere Ausbildungs- und Schulungsbedingungen bedeutend verbessert werden.

Klaus Ketschmann, 2008 [51]

Die Geschichte der Reddelicher Büdnereien

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Text, Layout).

Übersicht der Reddelicher Büdnereien

Historisch gesehen war die Gründung von Büdnereien eine Übergangslösung mit großen Startproblemen. Die erste Büdnereiansetzung in Mecklenburg von 1753 erwies sich als Flop. Leibeigenschaft und verantwortungsvolles Wirtschaften passten einfach nicht zusammen. Büdner oder Colonisten, wie diese auch genannt wurden, erhielten Land, Vieh und Saatgetreide von den Grundherren in Erbpacht. Die Pachtdauer von 20 Jahren verschaffte den Büdnern durchaus eigentumsähnliche Besitzverhältnisse. Zentrales Charakteristikum des Büdners war das Gebäudeeigentum. Verständlich, dass diese Konstellation wenig Anklang fand.

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Die Reddelicher Büdnerei № 1

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Text, Layout).

Das Hofgrundstück der Büdnerei № 1, am Weg nach Hundehagen, gegenüber der ehemaligen Schule gelegen, ist heute nicht mehr als ehemaliger Bauernhof zu erkennen. Das Grundstück ist parzelliert und mit neuen Eigenheimen bebaut. Das letzte Gebäude des ehemaligen Hofes, ein marodes Wohnhaus, wurde im Jahr 2001 durch die jetzigen Eigentümer abgerissen.

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Die Reddelicher Büdnerei № 2

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Text, Layout).

Das Anwesen ist heute nicht mehr als Büdnerei zu erkennen. Das Hofgrundstück ist mit einem modernen Eigenheim bebaut und der Acker in die Weideflächen südlich der Moehlenbäk integriert. Landwirtschaft wird dort nicht mehr betrieben.

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Die Reddelicher Büdnerei № 3/4

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Text, Layout).

Die Büdnerei, in der Alten Dorfstraße gelegen, ist eine der wenigen Reddelicher Büdnereien, die noch heute als solche bewirtschaftet wird. Derzeit betreibt die Familie Seyer aus Bargeshagen dort eine Nebenerwerbslandwirtschaft. Sie halten dort Reitpferde und Mutterkühe mit Nachzucht, wohnen aber nicht auf dem Hof.

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Die Reddelicher Büdnerei № 5/6

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Text, Layout).

Die Büdnerei, am Ende der Alten Dorfstraße gelegen, ist heute nicht mehr als solche zu erkennen. Das kombinierte Gebäude aus Wohntrakt, Stall und Scheune wurde 1996 abgerissen und an gleicher Stelle ein modernes Doppelhaus errichtet. Zuvor hatten die Eigentümer sich auf dem Grundstück ein Eigeheim gebaut. Die landwirtschaftliche Nutzfläche der ehemaligen Büdnerei wird derzeit von einem Landwirt aus dem Dorf als Weide genutzt.

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Die Reddelicher Büdnerei № 7

Von Reinhold Griese (Recherche), Sven Morwinsky (Archivmaterial, Daten), Ulf Lübs (Layout).

Die Büdnerei ist heute nicht mehr existent. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts wirtschaftlich mit der Büdnerei № 16 verschmolzen. Das Terrain des Hofes liegt am Bäudnerbarg und ist heute parzelliert und mit Eigenheimen bebaut.

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Die Reddelicher Büdnerei № 9

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Layout).

Das heute noch existierende Wohnhaus der Büdnerei steht etwas unauffällig an der Steffenhäger Straße, gegenüber der Einmündung vom Bäckerberg. Die Lage zwischen den Hufen I und II lässt darauf schließen, dass die Büdnerei aus einer ehemaligen Kossatenwirtschaft einer der Hufen hervorging. Einzelheiten über die Büdnerei sind derzeit kaum bekannt.

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Die Reddelicher Büdnerei № 14

Von Reinhold Griese (Recherche), Sven Morwinsky (Archivmaterial, Daten), Ulf Lübs (Layout).

Gelegen an der Steffenshäger Straße, am Ortsausgang, ist die Büdnerei heute nicht mehr als solche zu erkennen. 2005 wurde das Hofgrundstück eingeebnet und neu mit einem Eigenheim bebaut, vor dem lange Zeit die Mecklenburger und Schweizer Flagge einträchtig an einem Mast wehten.

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Die Reddelicher Büdnerei № 16

Von Reinhold Griese (Recherche), Sven Morwinsky (Archivmaterial, Daten), Ulf Lübs (Layout).

Die Bauernstelle, vielen auch unter Hof Morwinsky bekannt, ist Aufgrund der umfangreichen Materialien, die uns die Familie Morwinsky dankenswert zur Verfügung gestellt hat, sehr gut dokumentiert. Der Hof mit einer kleinen Ackerfläche am Haus, wird heute von der Familie gärtnerisch und mit Kleintierhaltung bewirtschaftet. So wurde der Charakter des Hofes als Büdnerei bis in die Gegenwart bewahrt.

„Die Reddelicher Büdnerei № 16“ weiterlesen

Die Reddelicher Büdnerei № 17

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Layout).

Die alten Gebäude der Büdnerei, gelegen in der Alten Dorfstraße neben der ehemaligen Stellmacherei Susemihl, wurden Anfang 2012, bis auf die Stall-Scheune, abgerissen und die Hof- und Gartenfläche mit Eigenheimen bebaut. Das zur Büdnerei gehörende Land wurde bereits vorher verkauft, sodass die Geschichte der Büdnerei spätestens hier endet.

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Die Reddelicher Büdnerei № 19

Von Reinhold Griese (Recherche), Sven Morwinsky (Archivmaterial), Ulf Lübs (Layout).

In unmittelbarer Nachbarschaft zur Büdnerei № 18 am Doberaner Kellerswald gelegen, existiert die Büdnerei noch heute. Gegründet wurde die Bauernstelle nach Aufteilung der Hufe IX im Jahr 1907.

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Die Reddelicher Büdnerei № 20

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Layout).

Die Büdnerei ist eine der wenigen, die man noch heute als eine solche bezeichnen kann. Die Besitzer bewirtschaften den Hof derzeit im landwirtschaftlichen Nebenerwerb und präsentieren auf dem Hof der Büdnerei eine private Ausstellung historischer Landwirtschaftsgeräte und -Maschinen.

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Die Reddelicher Büdnerei № 22

Von Reinhold Griese (Recherche), Sven Morwinsky (Archivmaterial), Ulf Lübs (Layout).

Auch diese Büdnerei ging 1907 aus der damaligen Hufe IX hervor. Bekanntheit erlangte diese, an der heutigen B 105 gelegene, über Reddelich hinaus, als Bruno Frantz dort zu DDR-Zeiten eine Bauschlosserei betrieb. Heute (2014) lebt seine Witwe auf dem Anwesen.

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Die Reddelicher Büdnerei № 23

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Layout)

Die Büdnerei liegt, etwas unauffällig, an der B 105 hinter der Ampelkreuzung in Richtung Bad Doberan. Auch sie ging aus der Aufteilung der Hufe IX im Jahr 1907 hervor.
Es wurde keine Gehöftsakte gefunden.

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Die Reddelicher Büdnerei № 24

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Text, Layout).

Unter dieser Bezeichnung wurde der Hof der ehemaligen Hufe IX nach seiner Auflösung und Parzellierung im Jahr 1907 weitergeführt. Das damalige Wohnhaus ist noch erhalten. Es wurde saniert und wird von den derzeitigen Eigentümern und Mietern bewohnt.

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Die Reddelicher Büdnerei № 25

Von Reinhold Griese (Recherche), Sven Morwinsky (Archivmaterial), Ulf Lübs (Layout).

Gelegen im Dreieck: Neue Straße nach Glashagen – ehemaliger Landweg nach Stülow – Bahngleise, existiert das Gehöft noch heute. Die Büdnerei wurde mit Aufteilung der Hufe IX 1907 neu gegründet.

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Die Reddelicher Büdnerei № 27

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Text, Layout).

Diese Bauernstelle liegt etwas abgelegen an der Bahnstrecke nach Bad Doberan und ist von der B 105 nur über einen Privatweg zu erreichen. Die heutigen Besitzer, betreiben dort eine Nebenerwerbslandwirtschaft. Frau Sabine Bartschat betreut auf dem Hof, als sogenannte Tagesmutter, Kinder (Stand 2014). Die Büdnerei wurde mit Aufteilung der Hufe IX 1907 neu gegründet.

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2010: Fertigstellung des Radweges nach Bad Doberan

Im Juli 2010 wurde, mit Übergabe des Teilabschnitts Reddelich-Doberan, der Radweg parallel zur B 105 fertiggestellt. Fortan konnten die Reddelicher mit dem Rad nach Doberan fahren ohne die gefahrvolle Fahrt auf der B 105 oder den beschwerlichen Umweg über Brodhagen. Die OZ berichtete von der Übergabe:
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2009: Gründung eines Feuerwehrvereins

Am 29. November gründeten Kameraden der Feuerwehr den Verein Feuerwehr Reddelich e. V.. Zum Vorsitzenden wurde Matthias Elmer gewählt. In der Satzung heißt es unter anderem: » Zweck des Vereins ist die Förderung des Feuerschutzes, der Jugend und des Sportes in der Feuerwehr [und] in der Gemeinde Reddelich/Brodhagen. «

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2009: Eine Einwohnerliste Reddelichs im Jahr 1945 wurde erstellt.

Am 24. April 2009 weilte Herr Prof. Dr. Erich Dreyer, auf Einladung des Kulturvereins, in Reddelich. Der in Reddelich aufgewachsene Dresdener, las aus seiner bisher noch nicht veröffentlichten Autobiographie, in der er seinen Weg vom Postlehrling in Bad Doberan zum Hochschulprofessor der TU Dresden beschreibt.

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Die Geschichte der Reddelicher Häuslereien

Von Reinhold Griese (Recherche, Text), Ulf Lübs (Text, Layout)

Was muss man sich unter einer Häuslerei vorstellen? In der Mitte des 19. Jahrhunderts erließ der mecklenburgische Großherzog die Verordnung, Häuslereien (Grundstücke mit Haus und Gartenland) zu schaffen. Damit sollte erreicht werden, dass die Menschen im Lande bleiben. So entstanden auch in Reddelich und Brodhagen seit 1851 Häuslereien, die die Menschen an Grund und Boden binden sollten. Das Leben der Häusler war hart. Neben der Haupterwerbsarbeit als Landarbeiter oder Handwerker musste das Gartenland hinter dem Haus sowie das Pachtland bearbeitet und das Vieh versorgt werden.

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Die Reddelicher Häuslerei Nr. 7

In der Häuslerreihe in der Alten Dorfstraße, zwischen B 105 und Bäcker, ist die Häuslerei Nr. 7 das zweite Haus (mit First parallel zur Straße). Von der Eigentümerfamilie Schultz wird dort eine klassische Siedlungsswirtschaft (Gartenbau und Kleinviehhaltung für die Eigenversorgung) betrieben.

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Die Reddelicher Häuslerei Nr. 9

In der Häuslerreihe in der Alten Dorfstraße, zwischen B 105 und Bäcker, ist die Häuslerei Nr. 9 das erste Haus (mit First parallel zur Straße). Es ist vielen durch die Kranzbinderei bekannt, die Peter Gratopp dort lange Jahre betrieb. Heute betreibt die Familie Gratopp dort Gartenbau als Hobby.

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Die Reddelicher Häuslerei Nr. 10

Bei dem Anwesen handelt es sich um das vorletzte Haus in der Häuslerreihe auf der rechten Seite der B 105 in Richtung Kröpelin. Im Jahre 1882 wurde das Grundstück, das der Hufe V entnommen worden war, bebaut. Das Wohnhaus, nachdem es durch Brandstiftung abgebrannt war, wurde 1892 wieder aufgebaut.

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Die Reddelicher Häuslerei Nr. 11

Das Haus ist das letzte in der Häuslerreihe auf der rechten Seite der B 105 in Richtung Kröpelin. Die heutigen Eigentümer betreiben dort eine kleine Siedlungsswirtschaft. Im Jahre 1882 wurde die Häuslerei von der Hufe V abgeteilt und von dem Altschuster Joachim Zierow gekauft.

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Die Reddelicher Häuslerei Nr. 12

Das Anwesen steht in der Häuslerreihe am Ortsausgang in Richtung Kröpelin auf der linken Seite der B 105. Im Jahre 1888 wurde das Grundstück der Hufe V entnommen und vom Arbeitsmann Heinrich Gloede gekauft und bebaut. Aus dem Stall wurde 1898 eine zweite Wohnung als Mietwohnung gemacht.

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Die Reddelicher Häuslerei Nr. 15

Das Anwesen steht als letztes in der Häuslerreihe auf der linken Seite der B 105 am Ortsausgang in Richtung Kröpelin. Das Grundstück wurde der Hufe V entnommen. Der Chausseewärter Ammon erwarb 1887 die Häuslerei. Er konnte den Bauplatz nicht nutzen, da er verpflichtet wurde, im Chausseehaus (vgl. Häuslerei Nr. 20) zur Miete zu wohnen. Der Zimmermann Johann Bull baute dann 1889 das Wohnhaus mit einem Stall.

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Die Reddelicher Häuslerei Nr. 16

Das farblich markante Haus an der B 105, Ecke Stülower Weg, wurde in den vergangenen Jahren von verschiedenen Besitzern als Gaststätte genutzt. Eine solche konnte jedoch nicht etabliert werden. Nach langem Leerstand kaufte eine Familie aus Hohenfelde das Anwesen 2016 und begann mit der Sanierung.

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