Zeitzeugen der FFW Reddelich: Heinz Schultz

Unsere Wehr hat traditionell einen großen Anteil am kulturellen Geschehen in unserer Gemeinde. Wir organisieren das Osterfeuer im Frühjahr und den Kindertag Anfang Juni. Bei dem jährlichen Dorffest im Juli übernehmen wir den kompletten Auf- und Abbau des Festplatzes. So errichten wir unter anderem die Festzelte und die Bühne. Außerdem gewährleisten wir den Wasser- und Stromanschluss und organisieren eine Schießbude mit gesponserten Preisen. Im Herbst veranstalten wir jedes Jahr ein Laternenfest.

Klaus Ketschmann, 2008 [51]

Zeitzeugen der FFW Reddelich: Holger Elmer

Erinnerungen des ehemaligen Wehrleiters, Holger Elmer (1947-2015):

Ich wurde im Jahre 1963 unter dem damaligen Wehrführer Hans Schuhmacher als 16-Jähriger Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Reddelich. Im Einsatzfall spannten wir einen Traktor der LPG vor den TSA, je nach dem was wir so hatten, beispielsweise einen ,Pionier’ oder einen ,Famulus’. Die Kameraden saßen in der Regel auf dem kleinen TSA oder folgten diesem auf dem Fahrrad.

Im September 1963 rückte die Freiwillige Feuerwehr zu einem Feldscheunenbrand nach Vorder Bollhagen aus. Zu diesem Einsatz wurde die TSA hinter einen vom Traktor gezogenen Hänger gekoppelt, auf dem die Kameraden Platz nahmen. Auf dem Rückweg vom Einsatz brach in Steffenshagen die Zugstange des TSA, so dass sich dieser überschlug. Damit war das Ende des TSA, auf dem zu diesem Zeitpunkt zum Glück keiner der Kameraden saß, besiegelt. Die vom Sturz verschonten Ausrüstungsgegenstände wurden nun im Gerätehaus abgestellt und mussten bei jedem Einsatz erst auf einen mitgebrachten Hänger verladen werden, wodurch wertvolle Zeit verloren ging.

Die Bemühungen des damaligen Bürgermeisters Fritz Gratopp – Vater des Kameraden Peter Gratopp – und des stellvertretenden Wehrführers für Technik, Bruno Frantz, um einen neuen TSA bzw. um ein von der Nationalen Volksarmee ausgemustertes Fahrzeug vom Typ K 30 Garant blieben erfolglos, da im Kreis Bad Doberan nur wenig Neuzuführungen von TSA oder Löschfahrzeugen erfolgten und das Gerätehaus an der Bäckerei Marienfeldt zu klein für einen LKW war. 1964, nach einem Jahr, erfolgte aber die Zuführung eines 3 t-LKW-Anhängers, auf welchem zwei Bänke, Halterungen für die Tragkraftspritze sowie für die Schlauchhaspeln montiert waren. So konnte nun ein weitestgehend sicherer Transport der Einsatzkräfte und der Ausrüstung gewährleistet werden. Dieser Hänger war zunächst noch im Gerätehaus an der Dorfstraße untergebracht.

Klaus Ketschmann, 2008 [51]
Holger Elmer über den Umbau des Feuerwehrstützpunktes 1992 :

Anfang der 1990er Jahre entsprach das vorhandene Gerätehaus schon seit geraumer Zeit nicht mehr den Anforderungen. Es war zu klein, hatte keine Heizung und keine Sanitäranlage. Somit wurde ein Umbau bzw. eine Modernisierung erforderlich. Durch den Auszug der LPG Kühlung aus der am Gerätehaus angebauten Fahrzeughalle waren nun Möglichkeiten vorhanden. Bürgermeister Joachim Morawitz leitete Wege und Schritte ein, damit modernisiert und vergrößert werden konnte. Im Jahre 1992 wurde der zu klein gewordene Schulungsraum zum Sozialtrakt umgebaut. Die vorhandene Fahrzeughalle der FFW wurde zum Schulungs- und Ausbildungsraum. Aus der angebauten Halle der LPG entstand nun Fahrzeughalle der FFw. Auch eine Heizung wurde eingebaut. Durch diese Modernisierung konnten unsere Ausbildungs- und Schulungsbedingungen bedeutend verbessert werden.

Klaus Ketschmann, 2008 [51]

Das Schülertreffen von 1988

von Manfred Morwinsky [28]

Am 24. September 1988 trafen sich in der Konsumgaststätte zu Reddelich 46 ehemalige Schüler vom Einschulungsjahr 1942 bis 1959 zu einem Gedankenaustausch mit unserem ehemaligen Schulleiter Fritjof Fensch mit Ehefrau, den Lehrkräften Frl. Lotte Kagermann, Frau Christel Möller, bekannt unter dem Mädchennamen, Frl. Kück und Frau Lisa-Christel Gutmann, geb. Kutzer.

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Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen

von Reinhold Griese

Von Beginn an steuerte die Hitlerdiktatur auf einen Eroberungskrieg in Europa zu. Die Rüstungsindustrie wurde forciert. Schwerpunkt war der Aufbau einer schlagkräftigen Luftwaffe. Dazu dienten die Heinkelwerke in Rostock, wo mein Vater 1934 nach langer Arbeitslosigkeit Arbeit bekam. Es gab viele Reddelicher, die bei Heinkel tätig waren. Mein Vater arbeitete in der Produktion der H 111, ein Bombenflugzeug, das viel Leid über die Menschen in der spanischen Stadt Guernica (1937), in Warschau (1939), Rotterdam (1940), Coventry (1940) und anderen Städten und Gegenden während des II. Weltkrieges in Europa brachte.

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