Gemeindevertretung, Gemeinderat und Bürgermeister nach Beitritt der DDR zu BRD

Eine der bedeutendsten Errungenschaften der Wende waren freie Wahlen auf allen politischen Ebenen. Auch für die Reddelicher Gemeindevertretung buhlten fortan Parteien, Wählergruppen und Einzelkandidaten um die Wählergunst. Bürgermeister wurden zunächst indirekt gewählt. Das heißt: Die Gemeindevertretung wählte aus ihrer Mitte heraus den Bürgermeister. 1999 wurde die Kommunalverfassung geändert und die Bürgermeister direkt gewählt.

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2013: Restaurierung der Reddelicher Gedenksteine

Der Kulturverein für Reddelich und Brodhagen e. V. ließ im Oktober die beiden Gedenksteine in Reddelich restaurieren, und gestaltete das Umfeld neu. In einer kleinen Feierstunde anlässlich des 100sten Jahrestages der Aufstellung des Älteren gab es einen Geschichtsvortrag.

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2009: Gründung eines Feuerwehrvereins

Am 29. November gründeten Kameraden der Feuerwehr den Verein Feuerwehr Reddelich e. V.. Zum Vorsitzenden wurde Matthias Elmer gewählt. In der Satzung heißt es unter anderem: » Zweck des Vereins ist die Förderung des Feuerschutzes, der Jugend und des Sportes in der Feuerwehr [und] in der Gemeinde Reddelich/Brodhagen. «

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2007: Gründung eines Kulturvereins

Im April 2007 wurde in Reddelich der Kulturverein für Reddelich und Brodhagen e.V. gegründet. Ein Beweggrund dazu war die Abkopplung freiwilliger Ausgaben vom Gemeindehaushalt und die flexibleren Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement.

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2006: Erhard Rünger wurde Bürgermeister

In einer Stichwahl im April wurde Erhard Rünger erneut zum Bürgermeister der Gemeinde gewählt. Nachdem keiner der Kandidaten der außerordentlichen Bürgermeisterwahl im März 2006 die absolute Mehrheit erreichte wurde die Stichwahl erforderlich. Die OZ berichtete über die Wahl:
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2005: Rücktritt des Bürgermeisters

Der Bürgermeister der Gemeinde, Gerd Zickert, trat im Dezember aus persönlichen Gründen vom Amt zurück.
Damit wurde sein Stellvertreter Andreas Elmer, der das Amt kommissarisch bis zur Neuwahl ausübte, zum jüngsten Bürgermeister in Mecklenburg-Vorpommern.
Die OZ berichtete über die Folgen des Rücktritts:
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2001: Gerd Zickert wurde zum Bürgermeister gewählt

Am 9. Juli 2001 gab es, bedingt durch den überraschenden Rücktritt von Erhard Rünger eine außerplanmäßige Bürgermeisterwahl. Die Wahlbeteiligung blieb unter 50 Prozent. Der kommissarische Amtsinhaber, Gerd Zickert, konnte sich mit 161 zu 137 Stimmen gegen Roland Schmidt aus Brodhagen durchsetzen. Die OZ berichtete:
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2000: Reddelich bekommt einen Jugendklub

Ende 2000 übernahm die Volkssolidarität die Trägerschaft für eine Vollzeitstelle zur Jugendbetreuung im Gemeindehaus, das fortan FFZ (Familien- und Freizeitzentrum) genannt wurde. Dazu veröffentlichte Michael Reincke aus Reddelich in der OZ einen Artikel:

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1994: Kommunalwahl

Am 12. Juni wurde eine neue Gemeindevertretung gewählt. Zu dieser Wahl trat erstmalig eine freie Wählergemeinschaft an. Deren Spitzenkandidat, Detlef Schütt, erhielt überraschend so viele Stimmen, dass die Gemeindevertretung auf ihrer konstituierenden Sitzung am 5. Juli nicht umhin kam, ihn zum Bürgermeister zu wählen.
Der langjährige Bürgermeister der Gemeinde, Joachim Morawietz, durfte zur Wahl nicht antreten, weil er mittlerweile die Amtsleitung des Amtes Bad Doberan-Land übernommen hatte, zu dessen Amtsbereich auch die Gemeinde Reddelich gehörte.

1994: Gründung einer unabhängigen Wählergemeinschaft für Reddelich und Brodhagen

Am 22. April wurde durch 9 Bürger der Gemeinde eine unabhängige Wählergemeinschaft für Reddelich und Brodhagen gegründet.
Zweck war vorrangig ein Aufbruch alter Strukturen in der Gemeindearbeit durch Aufstellung eigener Kandidaten zur Kommunalwahl. Mit der alten Vertretung war, nach Ansicht der Mitglieder, eine Zukunft als finanziell unabhängige und verwaltungstechnisch eigenständige Gemeinde nicht zu erreichen. Zum Vorsitzenden wurde der Hauptinitiator, Detlef Schütt aus Brodhagen, gewählt.

1993: Die Gemeinde trat dem Wasser- und Abwasserzweckverband "Kühlung" bei.

Nach massiver Werbung durch den Zweckverband stimmte die Gemeindevertretung dem Beitritt zu. Die alternative Option, die erst 1989 fertiggestellte Reddelicher Abwasseranlage in einer eigenen Gesellschaft zu bewirtschaften wurde gar nicht erst ernsthaft geprüft. Der ZVK setzte auf konsequente Zentralisierung, womit die Reddelicher Anlage obsolet wurde. Auf die Grundstückseigentümer kamen bald darauf immense Kosten in Form von Anschlussbeiträgen und Abwassergebühren zu.

1993: B-Plan Nr. 4 "Schaulbarg" wurde beschlossen

Beschlossen und öffentlich ausgelegt wurde der B-Plan Nr. 4 von Reddelich im November 1993. Bekannt unter Schaulbarg wurde der Plan bis 2000 mehrfach angepasst und erweitert. Auch die Bezeichnung wurde in Steffenshäger Straße geändert.

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1992: B-Plan Nr. 2, Gewerbegebiet Reddelich, wurde beschlossen

Die Gemeindevertretung bestätigte im Juli 1992 einen B-Plan der Superlative. Es wurden nicht nur rund 20 Hektar Landwirtschaftsflächen für Gewerbebauland, Infrastruktur und Ausgleichsflächen gemäß der gültigen Umwelt-Gesetze überplant. Dieser B-Plan benötigte auch 14 Jahre bis zur formalen Rechtsgültigkeit. Rekordverdächtig ist auch die Zeitspanne bis zur endgültigen bestimmungsgemäßen Nutzung der Baulandflächen.

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1991: Gründung des Amtes Bad Doberan-Land.

In Anpassung an die Verwaltungsstrukturen der BRD wurde 1991 das Amt Bad Doberan-Land gegründet. Es ist eine Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinden Admannshagen-Bargeshagen, Börgerende-Rethwisch, Hohenfelde, Nienhagen, Parkentin, Reddelich, Retschow, Steffenshagen und Wittenbeck.

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1991: Erweiterung Reddelicher Infrastruktur

Am 20. Juli wurde der erneuerte Gehwegs an der F 105 und am 19. November die Steffenshäger Straße nach einer kompletten Erneuerung der Öffentlichkeit übergeben. Der Parkplatz zwischen dem Jugendklubhaus und der F 105 wurde gleichfalls 1991 fertiggestellt.

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1990: Beitritt der DDR zur BRD am 3. Oktober

Durch einen Staatsvertrag erfolgte ein, zumindest politisch, geordneter Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der BRD. Mit diesem Beitritt wurden die Verwaltungsstrukturen der DDR aufgelöst. Es erfolgte eine Neukonstituierung des Landes Mecklenburg – Vorpommern.

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1989: Übergabe des Jugendklubhauses am 5. Oktober in Reddelich

Im Gebäude befand sich ein Saal mit etwa 150 Plätzen und eine Gaststätte mit etwa 20 Platzen. Gefördert wurde die Anlage im Rahmen eines DDR-weiten Modellprojekts "Jugenddorf" in enger Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, der örlichen LPG sowie der Jugendorganisation FDJ.

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1986: Einwohnerversammlung in Brodhagen

Am 31.Juli 1986 fand in Brodhagen eine öffentliche Einwohnerversammlung statt. Zwei Themen standen auf der Tagesordnung. Am intensivsten wurde TOP 1 diskutiert. Dort ging es um eine Eingabe von Familie Ammon, in der, im Namen der Bürger des Dorfes Brodhagen die Führung des Dorfkonsums, durch Frau Rünger, moniert wurde. Es stellte sich heraus, dass Familie Ammon keine Mehrheit der Anwesenden hinter sich hatte. Der Zusatz "im Namen der Bürger von Brodhagen" musste gestrichen werden. Deutlich weniger gestritten wurde über den TOP 2, in dem es um den Wegebau im Dorf ging. Dass dieses Projekt zu umfangreich für eine Abwicklung durch die LPGen und freiwillige Helfer aus der Gemeinde war, wurde nicht infrage gestellt.

1986: Erstellung einer Ortsgestaltungskonzeption

Mitte der 1980er Jahre waren die Kommunen angehalten, Ortsgestaltungskonzeptionen zu entwickeln. In diese wurden Überlegungen paraphiert, wie und wohin sich die Gemeinden mittel- bis langfristig entwickeln wollten. Für die Gemeinde Reddelich waren dies für lange Zeit die letzten konzeptionellen Überlegungen, die auf einer breiten Basis innerhalb der Gemeinde beruhten. Spätere Entwicklungen fanden eher zufällig und sporadisch statt oder waren von außerhalb der Gemeinde gesteuert.

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1984: Anschluss Brodhagens an die zentrale Wasserversorgung.

Für die Brodhäger ein bedeutender Schritt zur Verbesserung ihrer Lebensverhälnisse.
Schon damals war es eine beliebte Praxis der Administration, die Bürger mit Wahlgeschenken zu beglücken. Ob die neue Wasserversorgung das Wahlverhalten der Brodhäger bei der Kommunalwahl im gleichen Jahr beeinflusst hat, ist nicht bekannt.

1979, 7. Oktober: Erstellung einer Wandzeitung zum 30. Republiksgeburtstag

Zu den runden Republiksgeburtstagen wurden die Kommunen von den Abteilungen Agitation und Propaganda (Agit-Prop) bei den SED Kreisleitungen angehalten, ihre Entwicklung in Form von Wandzeitungen zu dokumentieren. Heute sind diese Wandzeitungen, trotz aller ihnen innenwohnender Propaganda, ein wertvolles Zeitzeugnis.

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1974, 7. Oktober: Erstellung einer Wandzeitung zum 25. Republiksgeburtstag

Zu den runden Republiksgeburtstagen wurden die Kommunen von den Abteilungen Agitation und Propaganda (Agit-Prop) bei den SED Kreisleitungen angehalten, ihre Entwicklung in Form von Wandzeitungen zu dokumentieren. Heute sind diese Wandzeitungen, trotz aller ihnen innenwohnender Propaganda, ein wertvolles Zeitzeugnis.

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1973-1978: Reddelich wurde an die zentrale Trinkwasserversorgung angeschlossen.

Die lange Bauzeit resultierte hauptsächlich aus den Kapazitätsproblemen beim VEB Wasser- und Anlagenbau (WAB). Reddelich stand sozusagen als letztes auf der Liste und die Bautrupps rückten immer wieder ab zu wichtigeren Baustellen. Immerhin brachte sich die Gemeinde mit rund 60.000 Mark Eigenleistungen in das Projekt ein, obwohl ursprünglich nur 20.000 Mark geplant waren. Eigenleistungen der Kommune waren damals immer freiwillige und unentgeltliche Arbeitseinsätze von Gemeindemitgliedern.

1973: Pläne des Rates des Kreises zu Gemeindefusionen

Ab Frühjahr 1973 übte der Rat des Kreises zunehmend Druck auf die Gemeinden Reddelich und Steffenshagen aus, eine Fusion zu beschließen. Zunächst wurde eine engere Kooperation vereinbart. Ende 1973 beschlossen die Gemeindevertretungen von Reddelich und Steffenshagen zum 1. Januar 1974 die Fusion beider Gemeinden zu Einer, die den Namen Gemeinde Reddelich tragen sollte. Woran dieser Zusammenschluss letztlich scheiterte ist nicht bekannt. Reddelich und Steffenshagen waren jedoch nicht alleine mit dem Scheitern einer Fusion. Der Rat des Kreises plante folgende Zusammenlegungen:

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1972: Gründung des Gemeindeverbandes "Kühlung"

Im November 1972 gründeten die Gemeinden Altenhagen, Jennewitz, Reddelich, Schmadebeck, Steffenshagen, Wittenbeck und die Stadt Kröpelin den Gemeindeverband Kröpelin. Damit sollte eine Bündelung der Interessen gegenüber staatlichen Stellen und Versorgungsträgern erzielt werden.

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1971: Ortsbegehung der Gemeinde mit Funktionären

Anläßlich der Woche der Landeskultur fand am 5. September 1971 in der Gemeinde eine Ortsbegehung statt. Anwesend waren: Das Gemeinderatsmitglied für Kultur, Rudolf Nippert; die Stellvertretende Vorsitzende des DBD, Hildegard Jenß; die Vorsitzende des DFD, Anna Rünger; Der Vorsitzende des Ausschusses der Nationalen Front, Manfred Mertins; der FDJ Sekretär Karl-Heinz Westendorf; der Wehrleiter Holger Elmer; der örtliche LPG Vorsitzende Kurt Wölm sowie der Bürgermeister Fritz Gratopp.

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1969, 7. Oktober: Erstellung einer Wandzeitung zum 20. Republiksgeburtstag

Zu den runden Republiksgeburtstagen wurden die Kommunen von den Abteilungen Agitation und Propaganda (Agit-Prop) bei den SED Kreisleitungen angehalten, ihre Entwicklung in Form von Wandzeitungen zu dokumentieren. Heute sind diese Wandzeitungen, trotz aller ihnen innenwohnender Propaganda, ein wertvolles Zeitzeugnis.

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1969: Die Wehrleitung von Reddelich legte geschlossen ihr Amt nieder.

Im Mai 1969 legte die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Reddelich ihr Amt nieder. Grund waren Diskrepanzen innerhalb der Wehr, insbesondere zwischen der Wehrleitung und den Mitgliedern. Die Gemeindevertretung strebte eine gütliche Einigung an. Dazu führte der Bürgermeister Aussprachen mit den Kameraden. In der Folge wurde Holger Elmer, damals 22 Jahre alt, zum Wehrleiter berufen.

1965: Errichtung eines Mehrzweckgebäudes in Reddelich

Das Gebäude wurde als Gemeindebüro und durch gesellschaftliche Organisationen für gesellige Zusammenkünfte genutzt. Gebaut wurde das Haus durch Reddelicher Einwohner in freiwilligen Aufbaustunden.

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1965: geplante Schulerweiterung in Reddelich

Im November 1965 waren die Planungen für einen Anbau an das Schulgbäude geplant und genehmigt. Die Kosten waren mit 51.800 MDN (Mark der Deuteschen Notenbank) veranschlagt. Zur Bauausführung ist es allerdings nicht mehr gekommen. Zum Schuljahr 1966/67 wurde die Schule geschlossen. [07]

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1965: Der Bürgermeister hat den Winterdienst organisiert.

Im Oktober 1965 wurde durch den Bürgermeister der Winterdienst in der Gemeinde organisiert. Dazu wurden 6 Räumtrupps mit jeweils 8 Bürgern gebildet, die für ein definiertes Gebiet für die Schneeräumung auf den Straßen zuständig waren. Das waren im Einzelnen:

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1964, 7. Oktober: Erstellung einer Wandzeitung zum 15. Republiksgeburtstag

Zu den runden Republiksgeburtstagen wurden die Kommunen von den Abteilungen Agitation und Propaganda (Agit-Prop) bei den SED Kreisleitungen angehalten, ihre Entwicklung in Form von Wandzeitungen zu dokumentieren. Heute sind diese Wandzeitungen, trotz aller ihnen innenwohnender Propaganda, ein wertvolles Zeitzeugnis.

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1957: Planung zum Bau eines MTS-Stützpunktes in Reddelich

Am 28. Mai 1957 gab es eine Ortsbegehung auf dem Klosterberg mit dem Bürgermeister Paul, dem Direktor der MTS Jennewitz Golombeck, dem Vertreter des Rat des Kreises Wilken und dem Vertreter der Abt. Stadt- und Dorfplanung Wismar Grebin. Zweck war die Festlegung des Bauplatzes für einen MTS Stützpunkt.

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1955: Brodhagen wurde an die öffentliche Stromversorgung angeschlossen.

Reddelich und Brodhagen sind ein Beispiel für unterschiedliche Lebensbedingungen innerhalb einer Gemeinde. Während Reddelich bereits 1919 an ein öffentliches Stromnetz angeschlossen war, konnten die Brodhäger erst zehn Jahre nach Kriegsende den Komfort eleektrischen Stromes genießen.

1955: Aufstellung und Bestätigung eines Dorfplanes

Im März 1955 bestätigte die Gemeindevertretung den Dorfplan für 1955. Dieser beinhaltet fast ausschließlich die Analyse der weltpolitischen Lage und die Betriebsabläufe der Landwirtschaftsbetriebe. Lediglich die Bereitschaft der Feuerwehr, für die Instandsetzung des Wehres an der Molkerei und der Errichtung eines solchen an der Winnebäk zu sorgen, fällt dort etwas aus dem Rahmen.

1950: Zusammenlegung von Reddelich und Brodhagen zu einer Gemeinde.

Am 12. Juli 1950 beschlossen die Gemeindevertretungen von Reddelich und Brodhagen die Zusammenlegung der Dörfer zu einer Gemeinde. Diese Fusion kam auf Druck der übergeordneten Verwaltung zustande. Es wurde die neue Gemeindevertretung gewählt:

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1947: Friedrich Wilhelm Wollenberg wurde Bürgermeister von Reddelich.

Auf Grund der Direktive 24 und dem Beschluss der Entnazifizierungskommission des Kreises Bad Doberan wurde der Bürgermeisters Wilhelm Rowoldt wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft abgelöst. Von der Gemeindevertretung wurden am 4. Februar gewählt: Friedrich Wilhelm Wollenberg zum Bürgermeister, Albrecht Garbe zum Stellvertreter und Karl Doese zum Schriftführer. Mitglieder der damaligen Gemeindevertretung waren weiterhin: Heinrich Köpcke, Hermann Bannow, Otto Schultz, Paul Hallier Heinrich Mamerow, Wilhelm Schönfeldt, Otto Kruth, Carl Dreyer, Wilhelm Westendorf und Otto Voss.

1946: Der neugewählte Gemeinderat verabschiedete eine neue Ortssatzung.

Am 22. Oktober 1946 beschloss die damalige Gemeindevertretung von Reddelich eine Ortssatzung. Darin war die Zusammensetzung des Gemeinderates und dessen Entschädigungen geregelt. Als Gemeindevertreter unterschrieben das Dokument: Carl Dreyer, Friedrich Wilhelm Wollenberg, Hermann Bannow, Otto Kruth, Wilhelm Westendorf, Otto Voss, Heinrich Köpcke, Otto Schultz, Wilhelm Schönfeldt, Heinrich Mamerow, Paul Hallier und Albrecht Garbe.

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Die Wiederaufnahme der Arbeiten in Landwirtschaft und Gewerbe.

Von Bürgermeister Wilhelm Rowoldt, Auszug Verwaltungsbericht 1946

Nach dem katastrophalen Zusammenbruch im Mai 1945 hatte der Gemeindeleiter alle Hände voll zu tun, damit die Arbeit auf den verschiedensten Gebieten und vor allem in der Landwirtschaft so schnell wie möglich in den rechten Gang kamen.
Die Menschen waren zum grossen Teil völlig mut- und hoffnungslos und bedurften der nachdrücklichsten Aufmunterung, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen und mit allen Kräften anzupacken, damit nichts versäumt werde.

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1945: Gründung eines "Komitees für gegenseitige Bauernhilfe" in Bad Doberan

Bereits im November 1945 wurde in Bad Doberan ein Komitee für gegenseitige Bauernhilfe gegründet. Aus dieser entstand im November 1947, auf dem Ersten Deutschen Bauerntag in Berlin (Ost) die Zentralvereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (ZVdgB). Diese widerum schloss sich im November 1950 mit dem Zentralverband der landwirtschaftlichen Genossenschaften Deutschlands zur Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe / Bäuerliche Handelsgenossenschaften (VdgB/BHG) zusammen. [01]
Kommiteemitglieder für Reddelich wurden 1945 Heinrich Köpcke (Vorsitzender), Wilhelm Uplegger, Hans Reinke, Wilhelm Petermann, Otto Schultz und Wilhelm Schönfeldt. Die Brodhäger Bauern wurden vertreten von: Bauer Reimer (Vorsitzender), Erwin Puls, Wilhelm Rachow, Ernst Ruwoldt und Hermann Pieper.

1945: Durchführung einer Bodenreform

Die Bodenreform wurde im Herbst 1945 auch in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt. Alle Güter über 100 Hektar wurden enteignet und aufgeteilt. Flüchtlinge, Landarbeiter und Kleinbauern bekamen Land. In Brodhagen wurde das in Landeseigentum befindliche Gut aufgesiedelt. 21 Familien (12 Umsiedler und 9 Einheimische) erhielten eine Neubauernstelle. An Reddelich ging diese, wohl bedeutsamste Reform im Nachkriegsdeutschland, relativ spurlos vorbei. Hier erhielten lediglich einige Büdner und Häusler Ackerland vom Gut Steffenshagen. Dies kommt daher, weil es in Reddelich keine Enteignungen im Rahmen der Bodenreform, aber Anträge auf Neubauernstellen gab. Das Gros der Reddelichern zugewiesenen Flächen befindet links vom Landweg nach Jennewitz.

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1945: Einrichtung einer Kommandantur der Roten Armee in der Stellmacherei Susemihl

In der Häuslerei № 22 in Reddelich, der Stellmacherei Susemihl, wurde 1945 eine Kommandantur der Roten Armee eingerichtet. Dazu requirierte die Rote Armee Haus und Werkstatt der Stellmacherei. Für die Familie bedeutete dies, ihr Haus binnen kürzester Zeit, nur mit dem, was sie am Leib tragen konnten, zu verlassen. Der Sohn von Werner Susemihl, Horst, erinnert sich dazu:

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Bürgermeister und Gemeinderäte nach Reichsgründung 1871

Die Epoche der eigenständigen Gemeinden beginnt ab 1871, mit der Gründung des Deutschen Reiches. Davor gab es kein, gesetzlich verbrieftes, Mitspracherecht der Einwohner in den Dörfern. Die Dorfschulzen als Gemeindeoberhäupter waren vom Grundherren eingesetzt und hatten kaum Kompetenzen.

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1945: Kriegsopfer aus Reddelich und Brodhagen

Eine Liste mit den Toten aus Reddelich und Brodhagen, noch dazu mit Anspruch auf Vollständigkeitn hat bislang noch niemand recherchiert. Als Kriegsopfer werden nicht nur Soldaten angesehen, die "Für Führer Volk und Vaterland" bei Kampfhandlungen ums Leben kamen. Kriegsbedingte zivile Opfer gehören genauso dazu, wie Menschen, die aus politischen Gründen ermordet wurden. Aber auch Opfer der Roten Armee bis zur Kapitulation am 8. Mai zählen dazu.

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1941: Zusammenlegung von Hof und Dorf Brodhagen zu einer Gemeinde.

Bis zum 6. Dezember 1941 wurde auch in Brodhagen die Praxis aus den 1870er Jahren, Güter und Dorfschaften als separate Gemeinden zu führen, beibehalten. Die Nationalsozialisten beendeten dies per Gesetz. Eine demokratisch legitimierte Gemeindevertretung gab es ohnehin nicht.