Die Geschichte der Reddelicher Feuerwehr

Von Klaus Kretschmann, Axel Kähler (Recherche), Ulf Lübs (Text, Layout).

Die Freiwillige Feuerwehr Reddelich ist die älteste, noch aktive Institution der Gemeinde. Als Gründungsjahr gilt 1881, das Jahr, in dem der Spritzenverband Reddelich gegründet wurde. In den Jahren seit Gründung haben sich dort viele Reddelicher und Brodhäger ehrenamtlich engagiert.

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Zeitzeugen der FFW Reddelich: Heinz Schultz

Unsere Wehr hat traditionell einen großen Anteil am kulturellen Geschehen in unserer Gemeinde. Wir organisieren das Osterfeuer im Frühjahr und den Kindertag Anfang Juni. Bei dem jährlichen Dorffest im Juli übernehmen wir den kompletten Auf- und Abbau des Festplatzes. So errichten wir unter anderem die Festzelte und die Bühne. Außerdem gewährleisten wir den Wasser- und Stromanschluss und organisieren eine Schießbude mit gesponserten Preisen. Im Herbst veranstalten wir jedes Jahr ein Laternenfest.

Klaus Ketschmann, 2008 [51]

Zeitzeugen der FFW Reddelich: Holger Elmer

Erinnerungen des ehemaligen Wehrleiters, Holger Elmer (1947-2015):

Ich wurde im Jahre 1963 unter dem damaligen Wehrführer Hans Schuhmacher als 16-Jähriger Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Reddelich. Im Einsatzfall spannten wir einen Traktor der LPG vor den TSA, je nach dem was wir so hatten, beispielsweise einen ,Pionier’ oder einen ,Famulus’. Die Kameraden saßen in der Regel auf dem kleinen TSA oder folgten diesem auf dem Fahrrad.

Im September 1963 rückte die Freiwillige Feuerwehr zu einem Feldscheunenbrand nach Vorder Bollhagen aus. Zu diesem Einsatz wurde die TSA hinter einen vom Traktor gezogenen Hänger gekoppelt, auf dem die Kameraden Platz nahmen. Auf dem Rückweg vom Einsatz brach in Steffenshagen die Zugstange des TSA, so dass sich dieser überschlug. Damit war das Ende des TSA, auf dem zu diesem Zeitpunkt zum Glück keiner der Kameraden saß, besiegelt. Die vom Sturz verschonten Ausrüstungsgegenstände wurden nun im Gerätehaus abgestellt und mussten bei jedem Einsatz erst auf einen mitgebrachten Hänger verladen werden, wodurch wertvolle Zeit verloren ging.

Die Bemühungen des damaligen Bürgermeisters Fritz Gratopp – Vater des Kameraden Peter Gratopp – und des stellvertretenden Wehrführers für Technik, Bruno Frantz, um einen neuen TSA bzw. um ein von der Nationalen Volksarmee ausgemustertes Fahrzeug vom Typ K 30 Garant blieben erfolglos, da im Kreis Bad Doberan nur wenig Neuzuführungen von TSA oder Löschfahrzeugen erfolgten und das Gerätehaus an der Bäckerei Marienfeldt zu klein für einen LKW war. 1964, nach einem Jahr, erfolgte aber die Zuführung eines 3 t-LKW-Anhängers, auf welchem zwei Bänke, Halterungen für die Tragkraftspritze sowie für die Schlauchhaspeln montiert waren. So konnte nun ein weitestgehend sicherer Transport der Einsatzkräfte und der Ausrüstung gewährleistet werden. Dieser Hänger war zunächst noch im Gerätehaus an der Dorfstraße untergebracht.

Klaus Ketschmann, 2008 [51]
Holger Elmer über den Umbau des Feuerwehrstützpunktes 1992 :

Anfang der 1990er Jahre entsprach das vorhandene Gerätehaus schon seit geraumer Zeit nicht mehr den Anforderungen. Es war zu klein, hatte keine Heizung und keine Sanitäranlage. Somit wurde ein Umbau bzw. eine Modernisierung erforderlich. Durch den Auszug der LPG Kühlung aus der am Gerätehaus angebauten Fahrzeughalle waren nun Möglichkeiten vorhanden. Bürgermeister Joachim Morawitz leitete Wege und Schritte ein, damit modernisiert und vergrößert werden konnte. Im Jahre 1992 wurde der zu klein gewordene Schulungsraum zum Sozialtrakt umgebaut. Die vorhandene Fahrzeughalle der FFW wurde zum Schulungs- und Ausbildungsraum. Aus der angebauten Halle der LPG entstand nun Fahrzeughalle der FFw. Auch eine Heizung wurde eingebaut. Durch diese Modernisierung konnten unsere Ausbildungs- und Schulungsbedingungen bedeutend verbessert werden.

Klaus Ketschmann, 2008 [51]

2009: Gründung eines Feuerwehrvereins

Am 29. November gründeten Kameraden der Feuerwehr den Verein Feuerwehr Reddelich e. V.. Zum Vorsitzenden wurde Matthias Elmer gewählt. In der Satzung heißt es unter anderem: » Zweck des Vereins ist die Förderung des Feuerschutzes, der Jugend und des Sportes in der Feuerwehr [und] in der Gemeinde Reddelich/Brodhagen. «

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1998: Sporterfolge der Jugendfeuerwehr

Phillip Höfer von der Reddelicher Jugendwehr belegt in der Jugendklasse bei den Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften in Leverkusen den zweiten Platz im 10.000 Meter-Lauf. Ein Jahr später wird er als 17-jähriger Bester auf dieser Distanz. Zuvor schlug er 1999 beim 2. Schweriner Feuerwehrlauf die Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern

1969: Die Wehrleitung von Reddelich legte geschlossen ihr Amt nieder.

Im Mai 1969 legte die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Reddelich ihr Amt nieder. Grund waren Diskrepanzen innerhalb der Wehr, insbesondere zwischen der Wehrleitung und den Mitgliedern. Die Gemeindevertretung strebte eine gütliche Einigung an. Dazu führte der Bürgermeister Aussprachen mit den Kameraden. In der Folge wurde Holger Elmer, damals 22 Jahre alt, zum Wehrleiter berufen.

Brandschutz in den domanialen Dörfern Mecklenburgs

Brand- und Katastrophenschutz gehören zu den kommunalen Kernaufgaben. Das gilt für Großstädte genauso, wie für Dörfer. Seit der Sesshaftwerdung der Menschheit gehören außer Kontrolle geratene Feuer zu den schlimmsten Katastrophen. In wohl jeder Gemeindechronik sind Großbrände mit ihren fürchterlichen Folgen für die Betroffenen aufgeführt. Daher ist es kaum verwunderlich, dass es schon sehr früh ordnungspolitische Maßnahmen für den Brandschutz gab.

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1928: Brand auf dem Bauernhof Baade (Hufe VIII).

Durch Brandstiftung des Pferdeknechtes Ernst Reiter brannte am 15. Dezember 1928 der Kuh- und Pferdestall des Bauern Joachim Baade, der den Hof an seinen Schwiegersohn Schmidt verpachtet hatte, ab.

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1891: Großfeuer in Reddelich

Ein Großfeuer vernichtete am 28. April 1891 die Wohn- und Wirtschaftsgebäude der Hufe VI (Westendorf/Brinkmann), die sich im Dorfzentrum befanden. Der Aufbau der Gebäude erfolgte inmitten der Feldmark an dem Weg nach Glashagen. Aus dem Grundstück im Dorf entstanden die Büdnerei 17 (Westphal) und die Häuslerei 22 (Susemihl).

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1881: Gründung der Feuerwehr in Reddelich

Angeschlossen waren die Gemeinden Glashagen, Stülow, Brodhagen und Obersteffenshagen.
Die Geschichte der Reddelicher Feuerwehr ist in einer separaten Chronik aufbereitet, die als Online-Ausgabe und als Broschüre vorliegt. Zu Einzelheiten verweisen wir dorthin: