Die Reddelicher Häuslerei Nr. 11

Das Haus ist das letzte in der Häuslerreihe auf der rechten Seite der B 105 in Richtung Kröpelin. Die heutigen Eigentümer betreiben dort eine kleine Siedlungsswirtschaft. Im Jahre 1882 wurde die Häuslerei von der Hufe V abgeteilt und von dem Altschuster Joachim Zierow gekauft.

Der Arbeiter Johann Schön erwarb 1895 für 4.200 Mark die Häuslerei. Zur Volkszählung 1900 wohnten auf der Häuslerei: Der Landarbeiter Johann Schön (geb. 1842) mit Schwiegersohn Joachim Schönfeldt (geb. 1871) und Tochter Anna Schönfeldt (geb. 1874) sowie deren Kinder Bertha Schönfeldt (geb. 1892) und Heinrich Schönfeldt (geb. 1895). Anna Schönfeldt, geb. Schön, wurde 1909 in das Grundbuch eingetragen. Sie war seit 1895 mit Joachim Schönfeldt aus Hinter Bollhagen verheiratet. Sie verkaufte das Anwesen an den Erbpächter Johann Uplegger aus Wittenbeck, der es an seine Tochter Berta Baade, Ehefrau des Hofbesitzers Wilhelm Baade vererbte. 1929 kaufte die Deutsche Reichspost das Grundstück. Der Postbote Rudolf Malchow wohnte in dem Haus. 1945 lebte er alleine auf der Häuslerei.
Ergänzend erinnerte sich die ehemalige Nachbarin, Frau Edeltraud Grant, geb Schönfeldt im Februar 2017:
Zur Häuslerei № 11 (jetzt Harms) möchte ich noch ergänzen, dass mein Uropa Joachim Schönfeldt (aus Klein Bollhagen) am 25.10.1895 Anna Schön geheiratet hatte. Das Haus ist kurz zuvor (22. Okt.1895 war Übergabe) von Johann Schön gekauft worden. Die Eltern von Anna Schönfeldt, geb. Schön waren Carl Schön und Elise, geb. Frahm. Ob Johann Schön evtl. der Großvater war, ist mir nicht bekannt. Scheinbar hat Anna Schönfeldt das Haus 1909 geerbt und später verkauft. Erzählt wurde, das es aus finanziellen Gründen geschah (Inflation).
Über die Geschehnisse nach 1945 auf der Häuslerei ist wenig bekannt.