Die Reddelicher Häuslerei Nr. 15

Das Anwesen steht als letztes in der Häuslerreihe auf der linken Seite der B 105 am Ortsausgang in Richtung Kröpelin. Das Grundstück wurde der Hufe V entnommen. Der Chausseewärter Ammon erwarb 1887 die Häuslerei. Er konnte den Bauplatz nicht nutzen, da er verpflichtet wurde, im Chausseehaus (vgl. Häuslerei Nr. 20) zur Miete zu wohnen. Der Zimmermann Johann Bull baute dann 1889 das Wohnhaus mit einem Stall.

Der Forstarbeiter Joachim Schulz kaufte 1895 die Häuslerei. Der Stall wurde 1896 mit dem Wohnhaus durch einen Zwischenbau verbunden. Zur Volkszählung 1900 wohnten auf der Häuslerei:

  • Der Landarbeiter Joachim Schulz (geb. 1849) mit Ehefrau Carolina (geb. 1848).
  • Der Händler Johann Bökmann (geb. 1871) mit Ehefrau Minna (geb. 1871) und den Kindern Emma (geb. 1892), Frieda (geb. 1894), Anna (geb. 1896), Paul (geb. 1897), Ida (geb. 1899) sowie Otto (geb. 1900).
  • Der Landarbeiter Joachim Brüsehaber (geb. 1853) mit Ehefrau Maria (geb. 1858) und Tochter Maria (geb. 1899).

Joachim Schulz verkaufte 1903 die Häuslerei an den Arbeiter Wilhelm Fink, weil er eine Büdnerei in Groß Tessin bei Glasin übernommen hatte. Der Chausseewärter Karl Böther kaufte 1906 das Anwesen und lebte 1945 mit seiner Tochter Inge (verh. Rossmann) dort.

Die ehemalige Häuslerei Nr. 15 in einer Ansicht von 2013. [12]
Artikel aktualisiert am 28.01.2020