Die Reddelicher Häuslerei Nr. 38

Bei dem Anwesen handelt es sich um das Haus gegenüber dem Bäcker (Häuslerei Nr. 33), in dem die ehemalige Postbotin Reddelichs, Hilde Günther, mit Ihren Kindern Norbert Günther und Petra Greve sowie ihrem Schwiegersohn Helmut Greve lebt. [Anm. Hilde Günther ist 2016, verstorben.].

1867 wurde das Haus als Altenteilkaten der Hufe VIII erbaut. Der Nachwelt erhalten geblieben ist der Bauplan für den Katen (s. Bild). Im Katen des Gehöfts wohnten zur Volkszählung 1867:

  • Die Witwe Engel Frahm (geb. 1787 );
  • Der Einlieger Johann Kuhse (geb. 1835) mit Ehefrau Maria Kuhse (geb. 1838) und den Kindern Johann (geb. 1857), Rika (geb. 1863) sowie Joachim (geb. 1866) und
  • Die Witwe Elisabeth Weitendorf (geb. 1814).

1900 wohnten dort der der Arbeiter Heinrich Küchenmeister (geb. 1864) mit Ehefrau Lina (geb. 1867) und den Töchtern Emma (geb. 1889), Meta (geb. 1892) sowie Ida (geb. 1898). 1931 wurde die Häuslerei von der Bauernstelle abgetrennt und an den Arbeiter Otto Schulz verkauft. Hermann Baade, Bauer der Hufe VIII, benötigte das Geld, um seine Verpflichtungen gegenüber seinem Schwager Schmidt, dem bisherigen Pächter der Hufe, nachkommen zu können.

1945 lebten auf der Häuslerei: Otto Schulz mit Adoptivsohn Werner Plückhahn und Ida Pentzin mit dem Chausseewärter Franz Krohn. 1950 wurde zwischen Otto Schulz und seinem Adoptivsohn Werner Plückhahn ein Pachtvertrag abgeschlossen.

Artikel aktualisiert am 31.01.2020