Die Reddelicher Häuslerei Nr. 39

Das Anwesen mit dem quer zur Straße ausgerichtetem First liegt in der Alten Dorfstraße Im Jahre 1931 wurde die Häuslerparzelle von etwa 650 m² aus den Gemeindeländereien für den Arbeiter Hermann Zirbel abgetrennt. In der Akte ist vermerkt:

Der Erwerber hat geltend gemacht, dass … ihm zur Zeit des Erwerbs eine größere Fläche zur Errichtung einer Häuslerei nicht [erlaubt]. Im übrigen ist er auch Pächter des hinter der neuen Parzelle liegenden Gemeindelands, das er in Eigenschaft als Kompetenzberechtigter nutzt und auf dem er eine Gärtnerei betreibt.

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Hermann Zirbel und seine Frau Ida waren im Dorf als religiöse Sonderlinge bekannt. Sie gehörten demnach wohl der WACHTURMGESELLSCHAFT INTERNATIONALE BIBELFORSCHER an. 1945 wohnten dort Hermann und Ida Zirbel. Nach Kriegsende wurden dort einquartiert: Familie Stabenow (Agnes, Elfriede, Hans) aus Pommern sowie Auguste Hinze mit Tochter Marianne.

1948 wurde das Grundstück an Herta Wilsky übergeben für "freie Station" (lebenslanges Wohnrecht) für Hermann und Ida Zirbel.

Ansicht der ehemaligen Häuslerei Nr. 39 von 2013, [54]
Artikel aktualisiert am 31.01.2020