Die Reddelicher Häuslerei Nr. 17

Dabei handelt es sich um ein Anwesen in der Häuslerreihe an der B 105 zwischen Motorrad Timm und der Ampelkreuzung. Heute wohnen die Eigentümer und Mieter dort. Das Wohnhaus wurde 1887 vom Arbeitsmann Heinrich Hamann aus Brodhagen errichtet.

Der Arbeiter Friedrich Rowoldt aus Obersteffenshagen kaufte 1895 das Haus. Er wurde als Händler geführt. Rechts vom Wohnhaus baute er 1896 einen Stall und eine Scheunendiele an. Der Bau eines Rauchbodens und eines Wagenschauers folgte 1902. Zur Volkszählung 1900 wohnten auf der Häuslerei: Der Gärtner Friederich Rowoldt (geb. 1868) mit Ehefrau Marie (geb. 1872), Sohn Wilhelm (geb. 1891) und seiner Mutter Wilhelmina Rowoldt (geb. 1831).

Eine Schlachterei wurde 1927 in dem Gebäude eingerichtet. Dazu wurde ein Schlachtraum ausgebaut. Der Schlachter Walter Kruse wurde beschäftigt. Friedrich Rowoldt züchtete selbst Schweine und kaufte sie aber auch auf. Die Schweine wurden zu Wurst verarbeitet und verkauft. Friedrich Rowoldt baute 1928 eine Garage an. Der Anbau eines Wohnraumes an der linken Seite des Wohnhauses kam 1930 dazu. Der Schlachtraum und die Räucherkammer wurden 1933 erweitert. Wilhelm Rowoldt erbte 1941 die Häuslerei von seinem mittlerweile verstorbenen Vater Friedrich.

1945 lebten dort Wilhelm Rowolt und der Schlachtermeister Walter Kruse mit seiner Frau Gertrud. Nach Kriegsende wurden dort einquartiert: Emma Keil mit den Kindern Kurt, Richard, Herbert und Dora aus Schlesien.

Die ehemalige Häuslerei Nr. 17 in einer Ansicht von 2013. [12]
Artikel aktualisiert am 28.01.2020