1750: Regulierung der Feldmark von Reddelich

Um das Hofland von Vorderbollhagen abzurunden, wurden den Bauern von Reddelich 1778 Quadratruten Brodhäger Wiesen genommen und dem Hofe Vorderbollhagen zugelegt. Die Dorffluren waren nie etwas statisches. Es gab immer ein Gerangel um Land.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Dreifelderwirtschaft durch die neue Wirtschaftsform der holsteinschen Koppelwirtschaft abgelöst.
Diese wurde zur mecklenburgischen Schlagwirtschaft weiterentwickelt. In der Regel wurde mit sieben Schlägen gewirtschaftet. Der Getreideanbau wurde dadurch erhöht. Bisher betrug der Kornertrag das 4- bis 6-fache der Aussaat, nach Einführung der Schlagwirtschaft das 8- bis 16-fache. Der Anbau von Kartoffeln, der anfangs als Gemüse erfolgte, wurde um 1740 eingeführt. Dadurch konnten Hungersnöte reduziert werden.

Artikel aktualisiert am 10.05.2019